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World Skills 2015 in Brasilien: Gesucht wird der neue Mario Götze

Zwischen 11. und 16. August messen sich in São Paulo rund 1200 Wettkämpfer aus mehr als 60 Ländern bei der Weltmeisterschaft der nicht-akademischen Berufe. Das Team Deutschland möchte es den Fußballern gleichtun und in Brasilien ebenfalls an die Spitze.

Topic channels: TS Ausbildung und TS Euro- und Worldskills

Acht Frauen und 33 Männer reisen für Deutschland nach Brasilien. Sie sind nicht älter als 22 Jahre, gehören bundesweit zu den Besten ihres Berufsstandes und haben sich im Vorfeld in harten Ausscheidungen qualifiziert. Ziel ist es, bei den 37 Einzel- und Teamwettbewerben möglichst weit zu kommen und die eine oder andere Goldmedaille mit nach Hause zu bringen. Insgesamt macht sich ein Tross von rund 100 deutschen Teilnehmern, Offiziellen und Experten auf den Weg in die 12-Millionen-Einwohner Metropole São Paulo.

Modus wie bei den Olympischen Spielen

Die World Skills werden mittlerweile zum 43. Mal ausgetragen und können auf eine Geschichte bis 1950 zurückblicken. Der Modus des Traditionswettbewerbs läuft dabei ähnlich wie die Olympischen Spiele: Die Teilnehmer treten in ihren jeweiligen Berufen gegeneinander an und kämpfen um Bronze, Silber und Gold. Das beste Land wird in der Nationenwertung ermittelt, bei der alle Medaillen addiert werden.

Etwa die Hälfte der Teilnehmer sind Handwerker

„Wir wollen noch besser sein als vor zwei Jahren und unter die Top Five in der Nationenwertung, wir gehen mit großen Erwartungen ins Rennen“, gibt der Delegierte Hubert Romer die Marschroute vor. Große Hoffnungen setzen die Offiziellen dabei auf die Ausbildungsqualität des Handwerks: Etwa die Hälfte aller teilnehmenden Auszubildenden und jungen Fachkräfte sind Handwerker. Mit dabei sind beispielsweise ein Zimmerer, ein Maurer und eine Malerin. Das Baugewerbe freut sich zudem erstmalig zwei Betonbauer ins Rennen schicken zu können.

Qualität des dualen Bildungssystems soll unter Beweis gestellt werden

Die World Skills sollen jungen Menschen frühzeitig Perspektiven aufzeigen und zu Bestleistungen in der Ausbildung motivieren. Mit den internationalen, aber auch nationalen Wettbewerben sieht sich der Verein „WorldSkills Germany e.V.“ als Botschafter des Standorts Deutschlands: „Wir wollen in Brasilien ganz auf den Spuren unserer sehr erfolgreichen Fußballer gehen und die Qualität des dualen Bildungssystems unter Beweis stellen“, so Hubert Romer. Unrealistisch ist das nicht - Deutschland war bei der Heim-Weltmeisterschaft 2013 in Leipzig bei 47 Teilnehmern starker Siebter des Medaillenspiegels.

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