Wirtschaft -

Wirtschaftskriminalität: 80 Milliarden Euro

Durch Wirtschaftskriminalität werden in Deutschland jährlich rund 80 Milliarden Euro Schaden angerichtet. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die TNS Emnid im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG durch­geführt hat. Häufigste Delikte waren Diebstahl und Unterschlagung (63 Prozent) sowie Betrug und Untreue (54 Prozent).

Besonders fatal: Knapp 70 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland stufen das eigene Risiko in Bezug auf wirtschaftskriminelle Hand­lungen als gering ein. Gleichzeitig sehen 82 Prozent ein hohes oder sehr hohes Risiko für andere Firmen. Und obwohl jedes dritte Unternehmen in den letzten beiden Jahren Opfer von Wirtschaftskriminalität war, glauben 85 Prozent, ihr Schutz gegen Straftäter sei gut oder sogar sehr gut.

Diese falsche Risikoeinschätzung und die daraus resultierende fehlende Bereitschaft, in Präventionsmaßnahmen zu investieren, ist ein Grund dafür, dass Kriminelle leichtes Spiel haben. Diese kommen laut Studie zu 55 Prozent aus den eigenen Reihen. 45 Prozent der Delikte wurden von unternehmensexternen Personen verübt.

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