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Leuchtturmbetrieb "Dental Studio Thie" Wie moderne Zahntechniker die Umwelt schonen

Dörte Thie und ihr "Dental Studio Thie" setzen auf einen umweltfreundlichen Umgang mit Ressourcen, Materialien und Abfällen. Mit diesen Maßnahmen arbeiten Zahntechniker nachhaltig.

Themenseiten: TS Trendporträts, TS Energieeffizienz, TS Energiesparen und TS Fahrtenbuch

Wasserverbrauch senken, Energiekosten einsparen und Kilometer zählen. Das sind alles Maßnahmen, die Dörte Thie, die gelernte Zahntechnikerin und Inhaberin von Dental Studio Thie “ in Blankenfelde bei Berlin, in ihrer Umwelterklärung niedergeschrieben hat. Dafür erhielt sie das Brandenburger Umweltsiegel. Ihr Unternehmen ist das 14. von insgesamt 17.000 ansässigen Handwerksbetrieben in Brandenburg, das diese Auszeichnung erhält. „Es ist ein gutes Gefühl, etwas für die Umwelt zu tun. Ich finde, dass gerade wir Firmeninhaber die Pflicht haben, so wenig Umweltschäden wie möglich zu hinterlassen“, sagt Thie.

Trockenschleifer sparen rund 205.000 Liter Wasser in drei Jahen

Im Jahr 1990 gründete sie ihren Betrieb, der aktuell 18 Mitarbeiter beschäftigt, drei davon als Auszubildende. Ihr Umweltengagement zahlt sich aus. So konnte sie in den letzten drei Jahren 205.000 Liter Wasser sparen. Das entspricht dem Inhalt eines Zwölf-Meter-Pools. Grund: Zum Beschleifen von Gipsmodellen, die als Grundlage dienen um etwa Prothesen herzustellen, setzt sie nun Trockenschleifer statt der vorher benutzten Wasserschleifer ein. Auch der Stromverbrauch konnte seit 2013 um rund 2.000 kWh gesenkt werden: Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch eines Mitteleuropäers.

Individuelle Auswahl des Dienstfahrzeugs je Mitarbeiter nach Umweltgesichtspunkten

Ein weiterer Ansatzpunkt, um Nachhaltigkeit zu schaffen, ist für Dörte Thie ihr Fuhrpark: „Jeder Mitarbeiter führt ein Fahrtenbuch über seine Kilometer und den Spritverbrauch. Dadurch kann ich aktuell bei der Anschaffung von neuen Fahrzeugen die umweltschonendste Variante für jeden Mitarbeiter aussuchen. Das erleichtert mir die Kaufentscheidungen erheblich“, weiß Thie.

Insgesamt sind alle Maßnahmen nicht gerade Entwicklungen, die über Nacht eintraten. Seit 2008 engagiert sich die Brandenburgerin für die Umwelt, und ihr Engagement übertrug sich auch auf ihre Mitarbeiter. „Heute ist Umweltschutz eine Selbstverständlichkeit für alle“, sagt Thie.

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