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Interview Vorsicht bei Labels

Jens Hornstein, Leiter des Kompetenzteams Nachhaltigkeit bei Kerkhoff Consulting in Düsseldorf, rät zur genauen Prüfung bei Labels und Siegeln.

handwerk magazin: Was steht für die Unternehmer beim nachhaltigen Einkauf im Vordergrund?

Jens Hornstein: Viele verbinden damit automatisch eine Kostensteigerung bei der Beschaffung. Doch das ist falsch. Entscheidend ist eine umfassende Betrachtung, so lassen sich durch einen nachhaltigen Einkauf etwa auch Kosten sparen.

Wie können Unternehmen „Nachhaltigkeit“ glaubhaft umsetzen?

Das Thema bedarf einer ganzheitlichen Betrachtung. Zunächst muss analysiert werden, welche Stellschrauben für eine glaubwürdige Beschaffungspolitik existieren und wie sich das Unternehmen im Vergleich zum Wettbewerb positionieren kann.

Welche Rolle spielen Gütesiegel?

Wenn Unternehmen mit den verschiedenen Labels werben, müssen sie sicher sein, dass diese Labels auch aussagekräftig sind. Es gibt momentan sehr viele Labels, die einen gewissen Interpretationsspielraum lassen. Nicht alle Prüfsiegel sind deshalb gleichermaßen empfehlenswert.

Wie sollten Betriebe vorgehen?

Wer ernst genommen werden will, muss mehr tun, als ein Label auf seinen Produkten zu platzieren. Die Geschäftsführung muss Nachhaltigkeit in der Organisation verankern und Lieferanten einbeziehen.

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