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Arbeitsrecht Urlaub nach Kündigung länger auszahlbar

Mitarbeiter müssen ihren Urlaub grundsätzlich bis zum Ende des Jahres nehmen. Die Verlängerung bis Ende März des Folgejahres erlaubt das Bundesurlaubsgesetz nur, wenn dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe, wie Krankheit, dies rechtfertigen.

Anders verhält es sich, wenn der Chef einem Mitarbeiter kündigt und ihm den restlichen Jahresurlaub ausbezahlt. In diesem Fall kann der Ex-Mitarbeiter die Überweisung auch ohne besondere Gründe nach dem Jahresende verlangen, so das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt (Az. 9 AZR 652/10). Betroffen war ein Mitarbeiter, dessen Kündigung das Arbeitsgericht auf Ende Juli bestätigte. Statt bis Ende des Jahres verlangte er erst im Januar des Folgejahres das Geld vom früheren Betrieb.

Das BAG gibt damit seine frühere Rechtsprechung auf, dass der Urlaub selbst und die Abgeltung für Urlaub an dieselben Fristen gebunden seien.hbk

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