Mitarbeiter -

Update fürs Know-how

Weiterbildung | Weil sich das Fachwissen immer schneller ändert, muss die Qualifikation von Chef und Mitarbeitern „mitwachsen“. Für viele Schulungsangebote gibt es sogar finanzielle Zuschüsse.

Technik, EDV, Büro oder Marketing – auch im Handwerk stehen die Betriebe täglich vor neuen Herausforderungen. Technologische und wirtschaftliche Strukturen wandeln sich in rasantem Tempo, immer öfter ist Wissen, das gestern noch höchsten Anforderungen genügte, morgen schon veraltet. Vorhandenes Know-how muss deshalb regelmäßig aufgefrischt und erweitert werden. Karrierechancen für junge Mitarbeiter, aktuelles Wissen für Erfahrene, aber auch neue Ansätze für den Chef sollten dabei regelmäßig auf dem Programm stehen.

Im Stress des Alltagsgeschäfts bleibt dafür jedoch oft keine Zeit. Mit Beginn der kalten Jahreszeit wird es jetzt in vielen Branchen etwas ruhiger – ein idealer Zeitpunkt, das Thema Weiterbildung im eigenen Betrieb anzugehen.

Bildungscoach hilft bei der Auswahl

Bei der Frage, welche Schulungen aus dem Angbot der mehr als 500 handwerklichen Beratungszentren geeignet sind, wenden sich Chefs am besten an die Bildungsberater ihrer Handwerkskammern, Innungen oder Fachverbände. Diese auf Weiterbildung spezialisierten Berater helfen nicht nur bei der Suche nach den passenden Kursen, sondern unterstützen die Betriebe auch, das Thema Fortbildung systematisch anzugehen.

In Baden-Württemberg gibt es seit diesem Jahr sogar ein spezielles Bildungscoaching. „Wir entwickeln mit Betrieben maßgeschneiderte Weiterbildungskonzepte“, sagt Marcel Müller, Bildungscoach bei der Handwerkskammer Stuttgart. Bei dem für Betriebe kostenlosen Coaching schaut Müller vor Ort, wo aktuell Wissen fehlt und mit welchen Maßnahmen sich künftiger Bedarf schnell aufspüren lässt.

Soziale Kompetenz ist gefragt

„Die fachliche Qualifikation ist oft kein Problem“, sagt Müller, gefragt seien vor allem die sogenannten „Soft Skills“, also soziale und persönliche Kompetenzen. Angebote wie „Kunden individuell ansprechen“ oder „Erfolgreich auftreten“ stießen auf großes Interesse. „Wer sein Team hier schult, kann sich von Mitbewerbern abheben“, begründet Müller das Interesse. Darüber hinaus könne Weiterbildung die Abwanderung qualifizierter Mitarbeiter verhindern. „Fortbildungsangebote fördern die Zufriedenheit“, sagt Müller, „die Bereitschaft, im Betrieb zu bleiben, steigt.“

Um herauszufinden, bei welchen Mitarbeitern und Aufgaben Schulungsbedarf besteht, habe es sich deshalb bewährt, das Team in die Planung einzubeziehen. Denn wie Bildungsexperten immer wieder eindringlich versichern, macht es in der Praxis einen großen Unterschied, ob der Chef einen Mitarbeiter „auf Kurs schickt“, oder ob der Mitarbeiter aus eigenem Antrieb teilnimmt.

Bei der Finanzierung sind die vom Bund und den Bundesländern angebotenen Fördermittel für Klein- und Mittelbetriebe eine wertvolle Unterstützung (siehe Tabelle). Welche Förderung infrage kommt, lässt sich am schnellsten mithilfe eines Weiterbildungsberaters klären.

- kerstin.meier@handwerk-magazin.de

Online exklusiv

Wie die Bundesländer Ihre Weiterbildungsmaßnahmen unterstützen erfahren Sie unter
handwerk-magazin.de/ weiterbildung

Bildungsförderung der Bundesländer

© handwerk-magazin.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen