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Überstunden: Duldung gefährlich

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Duldung gefährlich. Arbeitgeber, die die Ableistung von Überstunden sehenden Auges hinnehmen, müssen im Streitfall damit rechnen, dass Mitarbeiter im Nachhinein hohe Nachforderungen stellen. So hat das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern einer Mitarbeiterin die nachträgliche Vergütung von 150 Überstunden zugestanden. Diese hatte lediglich eine schriftliche Aufstellung mit den jeweils an bestimmten Tagen geleisteten Arbeitsstunden eingereicht. Da der Arbeitgeber vor Gericht nur nichtwissend die Schultern hochzog, verlor er den Prozess. Die Richter meinten, er hätte aktiv Vorkehrungen treffen müssen um die Überstunden zu vermeiden. Ulrike Bischof, Anwältin bei Baker & McKenzie: „In der Praxis wird es für die Arbeitnehmer einfacher auf Überstundenvergütung zu klagen. Es bleibt abzuwarten, welche Anforderungen die Gerichte an die Verhinderungsmöglichkeiten der Arbeitgeber stellen werden.“

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