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Gesundheitsvorsorge Trinken bei Hitze: Nicht warten, bis der Durst kommt

Gut zwei Drittel des Menschen bestehen aus Wasser. Kommt der Flüssigkeitshaushalt durch starkes Schwitzen bei der Arbeit aus dem Gleichgewicht, leiden Konzentration und Leistungsfähigkeit. Um gegenzusteuern, müssen Mitarbeiter mit körperlich anstrengenden Tätigkeiten ihr Flüssigkeitsdefizit rechtzeitig mit den richtigen Getränken ausgleichen.

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Rund zwei Drittel des Menschen bestehen aus Wasser, im Gehirn beträgt der Wasseranteil sogar stolze 90 Prozent. Kein Wunder, dass einer der wichtigsten Naturstoffe überhaupt als Lebenselexier bezeichnet wird. Um den Wasserhaushalt im Gleichgewicht zu halten, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), täglich rund 1,5 bis zwei Liter Wasser zu sich zu nehmen. Das gilt allerdings nur für Normalbürger mit Bürojob, bei Bauarbeitern und Mitarbeitern mit schwerer körperlicher Arbeit kann der Bedarf auch mal das Doppelte übersteigen.

Wer körperlich arbeitet, kann auch vier Liter vertragen

Wie viel der Einzelne zum Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts wirklich braucht, hängt von vielen Faktoren ab. Tendenziell gilt: Je höher Körpergewicht, Umgebungstemperatur, körperliche Aktivität und Schweißrate, desto größer ist die erforderliche Trinkmenge. Weil das Durstgefühl sich erst dann einstellt, wenn bereits zu wenig Flüssigkeit im Körper verteilt ist, sollten gerade körperlich hart arbeitende Menschen kontinuierlich über den Tag verteilt Flüssigkeit aufnehmen.

Ausgetrocknet: So erkennen Sie einen Flüssigkeitsmangel

Ein guter Indikator für den Hydrationszustand ist die Farbe des Urins. Während eine helle bis durchsichtige Färbung ein Indiz für eine ausreichende Hydrierung ist, deutet eine dunkle Färbung auf einen Flüssigkeitsmangel hin. Kommt es zusätzlich noch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Konzentrationsschwierigkeiten oder Müdigkeit, sollten Betroffene rechtzeitig gegensteuern, um eine Dehydration zu vermeiden.

Schneller Ausgleich durch isotonische Getränke

Achim Sam, Ernährungsexperte der IKK-Classic, rät bei hohen Schweißverlusten zu  isotonischen Getränken. Diese haben die gleiche Konzentration an Mineralstoffen, Zucker und Vitaminen wie das menschliche Blut, so dass die zugeführten Nährstoffe im Darm schneller von den Körperzellen aufgenommen werden können. Bei anderen Getränken wie etwa den beliebten Limonaden muss der Körper erst einen Ausgleich schaffen, da sie deutlich mehr Glukose enthalten als das menschliche Blut. Diese liegen durch ihre deutlich längere Verweildauer deshalb zunächst genauso schwer im Magen wie eine Wassersorte, die weniger Natrium enthält als das menschliche Blut.

Die besten Getränke fürs Arbeiten bei Sommerhitze

Je nach mineralischer Zusammensetzung kann auch das normale Leitungswasser das ideale Getränk zum Durschlöschen bei großer Hitze und anstrengender Arbeit sein. Dafür sollte es jedoch nach Aussage des IKK-Experten ausreichend Natrium, Magnesium und Calcium enthalten. Wo das nicht der Fall ist – Auskunft über die Zusammensetzung des Trinkwassers erteilen die regionalen Versorger – oder bei mehrstündigen, schweißtreibenden Arbeiten empfiehlt Sam ein selbstgemixtes Isogetränk: „Apfelsaft aus 100 Prozent Fruchtanteil, zwei Teile Wasser und eine Prise Salz, fertig ist das perfekte Isogetränk.“

Prost – auch das Feierabendbier ist durchaus erlaubt

Wer nach der Arbeit mal ein wenig geschmackliche Abwechslung braucht, darf sich nach Einschätzung des IKK-Ernährungsexperten durchaus auch mal ein Feierabendbier schmecken lassen: „ Das muss jedoch alkoholfrei sein, denn Biere mit Alkohol sind nicht isotonisch.“ Dafür schade es jedoch auch nicht, wenn es mal nicht bei der einen Flasche bleibt.

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