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Prognose von Peter Wippermann und der GHM Trendmap Handwerk: So entwickelt sich die Branche bis 2025

"25 Trends für 2025" ist der Titel für die "Trendmap Handwerk", die einen Blick in die Zukunft der Branche wirft. Entwickelt wurde sie von Trendforscher Peter Wippermann zusammen mit der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, Veranstalter der Internationalen Handwerksmesse (IHM).

Topic channels: TS Zukunftsperspektiven im Handwerk, TS 3D-Drucker und TS Premiummarkt

Vom Einsatz neuer Werkzeuge wie Drohnen, 3D-Drucker und Cobots über Softwarelösungen für die Optimierung von Betriebsabläufen bis zur Positionierung des eigenen Unternehmens als Marke – das Handwerk hat in den vergangenen Jahren eine spannende Entwicklung erlebt. Inwieweit technologische und gesellschaftliche Veränderungen Einfluss unter anderem auf Produktion, Betriebsorganisation und die Art des Zusammenarbeitens innerhalb und zwischen Unternehmen im Handwerk haben, darüber soll die „Trendmap Handwerk“ Aufschluss geben.

Anlass, die Trendmap Handwerk zu entwickeln, war das Leitmotiv der Internationalen Handwerksmesse (IHM) 2019: „Ist das noch Handwerk? Die Tradition als Basis. Die Zukunft als Vorbild.“ Sie soll in den folgenden Jahren wichtige Entwicklungen in der und für die Branche aufzeigen.

Themenschwerpunkte Automation, Networking, Marketing und Engagement

Vier große Cluster umfasst die Trendmap: Automation, Engagement, Marketing und Networking. In diesen zeigen sich wiederum je bis zu neun Trends. Leitende Themen sind neben Digitalisierung und Automation auch neue Kooperations- und Kollaborationsformen sowie Erwartungen von Kunden und Mitarbeitern. Auf der Internationalen Handwerksmesse wird die Trendmap anhand von Beispielen zum Leben erweckt. Dabei wird eine Auswahl aktuell relevanter Trends, die Arbeitsabläufe, Produktion und Zusammenarbeit revolutionieren könnten, anhand von Best-Practice-Beispielen vorgestellt, in denen die Trends bereits gelebte Realität sind.

Die 4 großen Trendthemen der IHM 2020:

  1. Nachhaltigkeit: Soziale Verantwortung, Umweltbewusstsein und nachhaltiges Wirtschaften sind allesamt Teil des Konzepts Nachhaltigkeit – und prägen als traditionelle Unternehmerwerte seit eh und je das Handwerk. Trotzdem lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen. Auf der IHM 2020 lohnt sich dafür ein Besuch des Stands des Reinigungsunternehmens Klara Grün in Halle C2 / 238.
  2. Climate Action: Viele Unternehmer verbinden das Thema Klimaschutz vor allem mit bürokratischen Auflagen und hohen Kosten. Doch für viele Handwerker bedeutet Klimaschutz auch volle Auftragsbücher, neue Kunden und Einsparpotenziale. Wie Handwerksunternehmer von "Climate Action" profitieren, sehen Sie auf der IHM 2020 beispielsweise am Stand des E-Lastenbike-Herstellers Onomotion in Halle C2 / 238.
  3. Robotic: Exoskelette stärken Malern und Maurern den Rücken, Roboter verlegen Fliesen, fräsen anspruchsvolle 3D-Konturen in Werkstücke und bohren über Kopf: Robotik kommt im Handwerk an. Auf der Internationalen Handwerksmesse zeigen Robotik-Hersteller und Handwerker pragmatische Anwendungen der Technik für den Arbeitsalltag. Besuchen Sie bei Interesse am besten den Vortrag von Florian Horsch (Shaper Tools GmbH) am 13. März 2020 von 14.40 bis 15.10 Uhr auf der Center Stage in Halle C2 / 538.
  4. Internet of Things (IoT): Im Internet der Dinge entwickeln Werkzeuge, Maschinen und selbst Steine und Wände auf der Baustelle ein Eigenleben und kommunizieren eigenständig miteinander. Handwerker zeigen auf der IHM 2020, dass sie die neue Technologie spielend meistern – indem sie sich auf Experimente einlassen und kreativ werden. Hilfreich dabei sind Software-Entwickler wie die PTS Group, die Sie in Halle C2 / 538 finden. Finden Sie heraus, wie diese dem Handwerk erfolgreich bei IoT-Themen unter die Arme greifen.

5 weitere, große Trends im Handwerk bis 2025:

  1. Cobot: Cobots sind Roboter, die auf die Zusammenarbeit mit Menschen spezialisiert sind. Anders als Industrieroboter, die in abgetrennten Bereichen ihre Arbeit verrichten, können sie dem Mitarbeiter direkt assistieren. Handwerker brauchen beim Einsatz von Cobots keine Programmierkenntnisse. Cobots lernen eigenständig und können Aufgaben wiederholen, die man einmal am Computerarm gezeigt hat.
  2. 3D-Druck: Der 3D-Druck ist ein computergesteuertes Fertigungsverfahren für dreidimensionale Objekte, bei dem das Material Schicht für Schicht aufgetragen wird. Als Werkstoffe werden hauptsächlich Kunststoffe, Keramiken, Metalle oder Grafitmaterialien eingesetzt. Es eignet sich für Prototypen, Einzel- und Kleinserienfertigungen. Branchen, die auf 3D-Drucktechnologie setzen, sind Hörakustik, Zahntechnik und Orthopädie, aber auch in Schmuckdesign, Mode und Produktdesign werden neue Gestaltungsformen entwickelt, die ohne 3D-Druck nicht machbar sind.
  3. Special Skills: Der Begriff Special Skills steht für handwerkliche Spitzenleistungen, die im Premiumsegment des Markts einen starken Boom erleben. Je weiter Automation und digitale Leistungsfähigkeit von Maschinen zunehmen, desto größer wird der Wunsch nach besonderer handwerklicher Arbeit, so der Trendforscher. Für diese Special Skills stehen zahlreiche Aussteller der Internationalen Handwerksmesse, denn gerade das Handwerk und seine Betriebe können individuelle Wünsche erfüllen und maßgefertigte Lösungen anbieten.
  4. Co-Working-Spaces: Co-Working-Spaces bieten Freiberuflern, Kreativen und kleinen Firmen gemeinsamen Arbeitsraum, gemeinsame Nutzung von Maschinen und Infrastruktur an, um flexibel zu kooperieren. Entstanden ist die Idee der Co-Working-Spaces in der Berliner Hacker- und Start-up-Szene Mitte der 1990er Jahre. Inzwischen beschreibt der Begriff Co-Working-Spaces weit mehr als gemeinsam genutzte Büroräume, sondern auch Werkstätten wie FabLabs und MakerSpaces. Sie stellen Privatpersonen aber auch Handwerkern neueste Produktionsmittel, Fertigungsmethoden und Maschinen zur Verfügung.
  5. Brand Experience: Brand-Experience beschreibt die Wirkung, Erinnerung und positive Kundenerfahrung mit der Marke des Unternehmens. Ziel ist es, die emotionale Bindung zwischen Kunden und Betrieb zu entwickeln und zu festigen. So wird auch im Handwerk beispielsweise die eigene Marken-Website immer wichtiger, auch Youtube, Facebook oder Instagram sind kommunikative Marktplätze, die Kunden und zukünftige Mitarbeiter einladen, sich mit dem Unternehmen zu beschäftigen.

"Erkennen, in welche Richtung sich die Branche entwickelt"

„Die Internationale Handwerksmesse als Leitmesse für das gesamte deutsche Handwerk, ist immer wieder Bühne für Ideen und Innovationen, auf der Besucher die Trends aus dem und für das Handwerk erleben. Als führender Messeveranstalter für das Handwerk in Deutschland wollen wir nun einen Schritt weitergehen und gebündelt die wichtigsten Entwicklungen aufzeigen, die das Handwerk in den kommenden Jahren beeinflussen“, erklärt Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH. „Durch die Trendmap Handwerk sollen Betriebe erkennen, in welche Richtung sich die Branche entwickelt, welche Chancen sich daraus ergeben und was sie beachten müssen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.“

Die Internationale Handwerksmesse findet vom 11. bis 15. März 2019 auf dem Messegelände München statt. Mehr Informationen unter ihm.de oder handwerk-magazin.de/ihm2020.

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