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Pâtisserie Süchtig nach französischer Backkunst

Im „Du Bonheur“ machen Konditorin Anna Plagens und ­Stephan Zuber die Berliner nach französischer Backkunst süchtig.

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Die süßen, perfekt geformten Macarons sind in Paris an fast jeder Ecke zu finden. Aber auch gefüllt mit Vogelbeeren- oder Sanddorn-Ganache? Das ist wohl eher eine Spezialität von Anna Plagens aus Berlin. Die 32-jährige Konditorin hat zwar beim französischen Pâtisserie-Meister Pierre Hermé gelernt, doch im „Du Bonheur“ setzt sie ihre eigenen Akzente. Nicht nur bei den talergroßen Baiser-Prachtstücken, den Macarons, die auch in Deutschland immer mehr in Mode kommen.

Pariser Kaffeepause

Zusammen mit ihrem Geschäftspartner Stephan Zuber (36), ehemals Küchenchef im Adlon, hat sie ihr frankophiles Konditorei-Café in Berlin-Mitte im April 2013 eröffnet. Im Zentrum sollten ihre Produkte stehen, vom Croissant bis zum Cannelé Bordelais. Der strahlend weiße, mit glänzenden Kunstwerken aus Zucker und Dinkelmehl bestückte Tresen ist ein unwiderstehlicher Hingucker und zieht all jene an, die handgemachte Qualität den Teigmischungen der Industrie vorziehen.

„Wir wussten zu Anfang nicht, ob die Leute die Preise bezahlen, die wir verlangen.“ Doch es gab eher Lob als Beschwerden. Die Kunden verstehen, dass Handwerk Zeit braucht. Und sie schätzen die Baguettes und Törtchen, die morgens ab sechs Uhr im hinteren Teil des Ladens entstehen. „Uns ist wichtig, dass wir im Haus produzieren, damit Anna sofort das Feedback bekommt“, sagt der in Wien ausgebildete Koch Stephan Zuber.

Leidenschaft, Service und Zuwendung

Im Plagens-Zuber-Team ist er für die Finanzen zuständig und dafür, dass sich die Gäste wohlfühlen. Denn nicht nur das mit Leidenschaft hergestellte Gebäck ist wichtig, auch der Service und die Zuwendung. Mithilfe von sechs Mitarbeiterinnen läuft alles rund.

„Außerdem sind Anna und ich immer da“, erklärt er. So können die beiden Chefs den Kundenkontakt pflegen, professionell, aber herzlich. Die Zahl der Stammkunden wächst. Doch wo finden sich neue Fans? „Vielleicht gehen wir bald auf Märkte“, überlegt die Pâtissière.

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