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Studie: Bürokratie bremst den Mittelstand aus

92 Prozent der mittelständischen Unternehmen fühlen sich durch bürokratische Vorschriften „hoch“ bis „sehr hoch“ belastet, nur jeder 100. Unternehmer konnte in den letzten zwölf Monaten einen Rückgang feststellen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Bürokratie im deutschen Mittelstand“, die TMS Emnid im Auftrag des Software-Unternehmens Sage durchführte.

Zwar sind die Bürokratiekosten nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts im Februar 2015 auf einen Tiefstand gesunken, die Unternehmen scheinen aber davon aber laut Studie nichts zu spüren. Im Gegenteil:  Mehr als zwei Drittel der Befragten sind der Ansicht, die Belastung sei in den letzten zwölf Monaten gestiegen. Für 96 Prozent der Umfrageteilnehmer ist die Anzahl der Gesetze und Verordnungen zu hoch. Fast drei Viertel beklagen deren häufige Änderung. Zudem fällt es vielen (65 Prozent) schwer, die Gesetze zu verstehen.

Ämter sollen schneller arbeiten

Um eine Entlastung im Bereich Bürokratie zu erzielen, wünschen sich 78 Prozent der Unternehmen eine Verkürzung der Bearbeitungszeiten auf Ämtern und Behörden. Fast drei Viertel fordern zudem eine Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen Behörden und Unternehmen. Dieses Ergebnis überrascht nicht, da den mittelständischen Unternehmen vor allem der zeitliche Aufwand zu schaffen macht. An zweiter Stelle folgen dann erst die Kosten und die Praxisferne der gesetzlichen Vorgaben.

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