Betriebsteuern -

Neues zur Besteuerung von Dienstwagen

Wer als Chef seinen Mitarbeitern einen Dienstwagen zur Verfügung stellt, muss aufpassen, dass er nicht in eine Steuerfalle tappt. Aktuell hat der Bundesfinanzhof hier in mehreren Sachverhaltskonstellationen neue Leitlinien ausgegeben. Lesen sie hier die Grundlagen der Dienstwagenbesteuerung.

Stellt der Handwerker seinen Mitarbeitern einen Firmenwagen zur Verfügung und erlaubt, dass dieser auch privat genutzt wird, führt dies beim Mitarbeiter zu einem geldwerten Vorteil. Ein solcher geldwerter Vorteil ist auch dann zu versteuern, wenn das Fahrzeug tatsächlich überhaupt nicht privat genutzt wird. Allein die Erlaubnis der Privatnutzung führt daher zu einer Versteuerung. Mit anderen Worten: Die Privatnutzung ist mittels Fahrtenbuch oder der Ein-Prozent-Regelung auch zu versteuern. So das neue Urteil des Bundesfinanzhof unter dem Aktenzeichen VI R 31/10.

Untersagte Privatnutzung

Hat der Chef seinen Mitarbeitern hingegen die Privatnutzung des Dienstwagens verboten, muss konkret festgestellt werden, dass entgegen dem Verbot eine private Nutzung des Dienstwagens stattgefunden hat bzw. das Verbot nur zum Schein getroffen wurde. Argumentationen des Finanzamtes, wonach der Beweis des ersten Anscheins für eine Privatnutzung spricht, gehen jedoch ins Leere. Dies gilt sogar bei Gesellschafter-Geschäftsführern bzw. im Rahmen von Familienunternehmen. So die aktuelle BFH Rechtsprechung unter dem Aktenzeichen VI R 46/11 und VI R 23/12.

Weitere Downloads zu diesem Artikel
  • Dienstwagenvereinbarung, Nutzung (DOC, 133 kB)

    Ob Mitarbeiter den Firmenwagen auch privat nutzen dürfen, wer für Schäden haftet etc. regelt dieser Mustervertrag. Dieser ist individuelll auszufüllen oder abzuwandeln. Die Fußnoten und zugehörigen Erläuterungen mehr...

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