Steuerberater-Check: Sparringspartner erster Wahl

Viele Firmenchefs verlassen sich bei wichtigen ­betrieblichen Entscheidungen auf die Einschätzung ihres Steuerberaters. Worauf es bei der Auswahl des Experten ankommt.

Das Bild sieht richtig gut aus: 91 Prozent der Handwerksunternehmer zeigen sich mit ihrem Steuerberater zufrieden oder sogar sehr zufrieden – so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts IRES in Kooperation mit der Datev eG. Die Firmenchefs geben den Experten durchweg gute Noten – egal, ob der Berater nur die Lohn- und Gehaltsabrechnung, die Finanzbuchhaltung und den Jahresabschluss erledigt oder darüber hinaus betriebswirtschaftliche Beratung bietet.

Der Steuerberater als Allroundgenie: So positiv sich das Bild darstellt, so wichtig ist es für Unternehmer dennoch, dessen Leistungen regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen. So sehen nur 34 Prozent eine Stärke ihres Beraters in seiner Kompetenz, 13 Prozent in umfassendem Wissen. Es bestehen also doch Defizite. Um die richtige Wahl zu treffen, orientieren sich Handwerksunternehmer am besten an den folgenden aufgeführten Kriterien.

Die Honorarfrage vorab klären

Die Vergütung: Als Grundlage für das Salär dient die Gebührenordnung für Steuerberater. Sie zeigt für jede Tätigkeit je nach Schwierigkeitsgrad eine bestimmte Bandbreite an. Die Höchstgebühr wird aber nur ganz selten in Betracht kommen. Bei Angelegenheiten von durchschnittlichem Umfang und Schwierigkeitsgrad ist regelmäßig die sogenannte Mittelgebühr angebracht. Grundsätzlich gilt: „Beim Honorar können Unternehmer verhandeln“, sagt Alexander Kutsch, Rechtsanwalt und Niederlassungsleiter der Kanzlei Rödl & Partner in Stuttgart. Möglich ist es zum Beispiel, zum Jahresanfang eine Pauschale zu vereinbaren, mit der alles abgegolten ist. Diese überweisen die Unternehmer monatlich. Abrechnung nach Pauschale oder nach Stundensätzen: Das ist alles individuell zu vereinbaren. Im Schnitt liegen die Stundensätze bei 185 Euro plus Umsatzsteuer, in der Spitze bei über 300 Euro.

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