Wirtschaft -

Solarenergie: Direkt im eigenen Betrieb nutzen

Solarstrom direkt im eigenen Betrieb zu nutzen lohnt sich immer noch am meisten. Auch wenn Wirtschaftsminister Gabriel bei seinen Reformplänen Selbstversorger künftig stärker belasten will.

Themenseite: EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)

Michael Aigner, Inhaber der Atonsolar GmbH im schwäbischen Laichingen, hat für Handwerksunternehmer eine gute Nachricht. Der Spezialist für Planung und Vertrieb von Fotovoltaikanlagen namhafter Hersteller verspricht Kunden, dass sie mithilfe seines Verfahrens bis zu 70 Prozent des Sonnenstroms direkt im eigenen Betrieb nutzen können, statt ihn ins Netz einzuspeisen.

Tatsächlich ist die Eigennutzung von Solarenergie lukrativer geworden, denn der Preis für Fotovoltaikanlagen ist in den vergangenen Jahren stark gesunken. Eine Kilowattstunde Solarstrom kann heutzutage für zehn Cent ­erzeugt werden. Damit liegen die Gestehungs­kosten bereits unter den Bezugskosten von Strom aus dem Netz, die bei Industrie- und Gewerbebetrieben im Bereich jenseits der 14 Cent pro Kilowattstunde liegen.

Der Plan von Sigmar Gabriel

Zwar will Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) reformieren und durchsetzen, dass auch Stromselbstversorger die EEG-Umlage von 6,24 Cent zahlen. Dadurch würde der Eigenverbrauch von Solarstrom weniger rentabel. Das ist aber noch nicht entschieden, denn gegen diesen Plan gibt es heftigen Widerstand, außerdem sollen kleine Anlagen ausgenommen werden.

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