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So finanzieren Sie die Übernahme

Viele Firmenübergaben scheitern an der Finanzierung. Doch wenn Senior und Junior an einem Strang ziehen, klappen auch kapital­intensive Übernahmen. Wie Sie die Übergabe perfekt vorbereiten.

Matthias Stickel hat sein großes Ziel erreicht. Im vergangenen Jahr übernahm der Diplom-Ingenieur die Firma seines Vaters. Die Stickel GmbH in Löchgau mit mehr als 70 Mitarbeitern fertigt anspruchsvolle Blech-Umformteile aus Stahl, Aluminium und nicht rostenden Blechen für den Prototypen- und Versuchsbau sowie für Vor- und Kleinserien.

Auf die Nachfolge bereitete er sich viele Jahre vor. Bereits mit 16 Jahren entschied sich der heute 33-Jährige dafür, in den Betrieb einzusteigen. Er plante schon seine Ausbildung mit Blick auf die Bedürfnisse des Unternehmens. Stickel studierte Wirtschaftsingenieurwesen und engagierte sich später zielgerichtet in verschiedenen Abteilungen des Unternehmens.

Respekt von den Mitarbeitern

Viele Mitarbeiter kennen den Junior bereits seit seiner Kindheit. „Ihren Respekt musste ich mir schon erarbeiten“, sagt Stickel. Zum Beispiel, in dem er bei einem erhöhten Auftragseingang samstags selbst an der Maschine steht und stets auf ein vertrauensvolles Verhältnis setzt.

Auch diskutierte das Unternehmer-Duo mit einem Berater verschiedene Übergabemodelle. Es ging auch darum, testamentarische Regelungen zu treffen und einen Ausgleich für die anderen Geschwister der Familie festzulegen. „Wir holten alle Beteiligten ins Boot, um Konflikte in der Familie zu vermeiden.“

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