Wirtschaft -

Smart Homes: Studie sieht großes Wachstumspotenzial

Der Smart-Home-Markt steht in Deutschland vor dem Durchbruch. Bis zum Jahr 2020 werden voraussichtlich in einer Million Haushalte intelligente und vernetzte Sensoren und Geräte eingesetzt. Entscheidend für das rasante Wachstum ist der Prognose zufolge unter anderem ein konsequenter Ausbau der Breitbandnetze.

Themenseite: Smart Home

Das ist das Ergebnis einer Marktprognose des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte im Auftrag der Fokusgruppe Connected Home des IT-Gipfels. In der Fokusgruppe beteiligen sich neben einigen Branchenverbänden auch der Zentralverband der deutschen Elektrohandwerke. „Vergleichbar mit der Entwicklung zum Connected Car in der Automobilbranche wird sich das Connected Home über die nächsten Jahre immer mehr zum Standard entwickeln“, so Gunther Wagner, Director Technologie bei Deloitte.

Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität

Im Mittelpunkt von Smart-Home-Lösungen steht die Erhöhung von Wohn- und Lebensqualität, Sicherheit und effizienter Energienutzung im privaten Zuhause. Beispiele sind die Heizung, die anhand der Position der Smartphones der Hausbewohner die Temperatur autonom regelt, eine Lösung, die beim Verlassen der Wohnung dafür sorgt, dass alle Energieverbraucher wie Lampen oder der Herd ausgeschaltet werden oder die Möglichkeit, einem Handwerker aus der Ferne die Wohnungstür zu öffnen, wenn man selbst nicht zuhause ist.

Entscheidend für das rasante Wachstum ist der Prognose zufolge unter anderem ein konsequenter Ausbau der Breitbandnetze in Deutschland. Wenn die Politik die Chancen von Smart Homes erkenne und entsprechende Maßnahmen ergreife, könnte die Eine-Millionen-Marke sogar bereits 2018 erreicht und bis 2020 bereits rund 1,5 Millionen Haushalte mit Smart-Home-Lösungen ausgestattet sein. Dabei würde auch die Förderung altersgerechter Assistenzsysteme helfen, um Senioren ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu erleichtern.

Attraktive Geschäftsfelder für die E-Handwerke

Lothar Hellmann, Vizepräsident des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke, ist sicher: „Durch die Dynamik im Smart-Home-Markt entstehen für die E-Handwerke viele attraktive Geschäftsfelder. Die Fachkräfte bringen die Technik und Systeme in die Gebäude, indem sie mit ihren Kunden individuelle Lösungen entwickeln und diese installieren.“

Smart Home entwickelt sich rasant weiter: Verbindungen mit dicken Kabelsträngen werden zunehmend durch kabellose WLAN-Vernetzung abgelöst. Die auf Haus-Sensorik spezialisierte US-Firma Nest, eine Google-Tochter, eröffnete im September eine erste Niederlassung in Europa. Stromversorger und Internet-Provider haben bereits Systeme etabliert, die Endverbraucher selbst einrichten können.



© handwerk-magazin.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen