Wirtschaft -

Smart Home: Vernetzt bauen im Fokus der Light + Building

Offene Schnittstellen werden sich künftig weiter durchsetzen. Davon ist Michael Schidlack überzeugt, Smart-Home-Experte des Hightech-Verbands Bitkom. Die Technik wird sich außerdem immer leichter vernetzen lassen. Hersteller arbeiten an Standardlösungen, bei denen Handwerker nicht jede einzelne Verbindung selbst herstellen müssen. Der Kunde kann dann selbst wählen und einstellen, welche Funktionen er tatsächlich nutzen will. Einzelne Geräte sind hier nicht einzeln wie über ein Telefonkabel vernetzt. Vielmehr handelt es sich um eine breitflächige Verbindung wie das Internet, über das alle Funktionen möglich sind. „Das vereinfacht die Installation der Technik“, sagt Schidlack. Handwerker müssen dann nämlich nicht mehr vorab mit Kunden besprechen, welche Geräte sie wie vernetzen sollen.

Auch der Bitkom geht davon aus, dass sich Smart Homes künftig noch stärker am Markt durchsetzen werden. Für einen neuen Schub könnten die Pläne der Bundesregierung sorgen: Bis 2018 sollen alle Haushalte in Deutschland mit einem 50-Mbit-Anschluss versorgt werden. Dann können wahrscheinlich sechs Millionen Haushalte einfachere und auch komplexere Smart-Home-Lösungen einsetzen.

In Zukunft steht das vernetzte Eigenheim nicht mehr für Luxus. Viel interessanter könnte der Massenmarkt sein. Darauf stellen sich die Hersteller jetzt schon ein. Sie bieten bereits preiswerte Systeme an, die oft sogar die gleichen Funktionen wie die teuren Hightech-Varianten mitbringen. Handwerksbetriebe sollten sich auch mit diesen Produkten beschäftigen, empfiehlt Bitkom-Experte Schidlack: „Denn dort entsteht ein Massengeschäft.“

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