Technologietransfer -

Seifriz-Preis: Ausgezeichnete Zusammenarbeit

Ende September vergab der Verein Technologietransfer Handwerk e.V. zum 26. Mal seinen bundesweiten Transferpreis Handwerk + Wissenschaft. Der Seifriz-Preis wird als Technologietransfer-Wettbewerb vom handwerk magazin zusammen mit der Steinbeis-Stiftung und der Signal Iduna Gruppe Versicherungen und Finanzen bundesweit veranstaltet.

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Ausgezeichnet mit einem Gesamtpreisgeld von 15.000 Euro wurden drei Entwicklungen, die durch die Zusammenarbeit zwischen einem Handwerksbetrieb und einer Wissenschaftseinrichtung zur Marktreife gebracht wurden.

Die Gewinner des Seifriz-Preis 2014

Feinwerkmechanikermeister Ronny Bernstein von der BMF GmbH aus Grüna entwickelte mit Prof. Dr.-Ing. Eberhard Köhler, Leiter des Steinbeis-Innovationszentrums Chemnitz, die neuartige Sandstrahlanlage „Twister“ zur energieeffizienten und automatisierten Oberflächenbearbeitung von metallischen Kleinteilen.

Elektromeister Friedrich Fischer von der Fischer Elektro- und Beleuchtungstechnik GmbH aus Sindelfingen entwickelte in Kooperation mit Projektleiter Frank Bürger und seinem Team vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart LED-Leuchten für Reinräume mit antibakteriellen Dicht- und Klebestoffen, chemisch beständigen Pulverlacken sowie ausgasungs- und silikonfreien Materialien.

Ofen- und Luftheizungsbauer Stefan Dehn aus Leisel stellte mit seinem wissenschaftlichen Partner Dr.-Ing. Mohammad Aleysa vom Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) in Stuttgart eine kompakte Brennkammer her, die in kleine, historische Ofengehäuse und Feuerräume eingebaut werden kann.

Dialog zwischen Wissenschaft und Handwerk unerlässlich

Die Preise überreichten auf der Festveranstaltung in Stuttgart Professor Johann Löhn, Präsident der Steinbeis-Hochschule Berlin und Vorsitzender der Jury, Oskar Vogel, Hauptgeschäftsführer des Baden-Württembergischen Handwerkstags, und die beiden Preisgeldsponsoren Thomas Gräßle, Vertriebsdirektor der Signal Iduna Gruppe und Reinhold Mulatz vom handwerk magazin.

In seinem Grußwort betonte Vogel, wie wichtig für den Handwerksunternehmer der Dialog mit der Wissenschaft sei. Gleichzeitig sei es aber auch schwierig für Handwerker, den passenden Ansprechpartner zu finden. Hier wäre eine zentrale Anlaufstelle in den Forschungseinrichtungen hilfreich. Löhn bemerkte, die Projekte der Preisträger aus dem Handwerk seien von Forschungsprojekten aus der Industrie nicht mehr zu unterscheiden. Die Technologien würden immer mehr zusammenwachsen.

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