Wirtschaft -

Schwacher Jahresauftakt im Handwerk

Das Handwerk ist laut der aktuellen Konjunkturumfrage der Deutschen Handwerks Zeitung verhalten in das Jahr 2010 gestartet. Zum einen gingen vom gesamtwirtschaftlichen Umfeld zuletzt keine Impulse aus. Zum anderen dämpfte der extrem lange und schneereiche Winter die wirtschaftlichen Aktivitäten der Handwerkesbetriebe. Für die Umfrage wurden rund 8.000 Handwerksunternehmen befragt.

Trotzdem stieg der Geschäftsklimaindex für das 1. Quartal auf 72 Punkte. Verantwortlich hierfür sind vor allem die positiven Geschäftserwartungen. Der Wert des krisenhaften Vorquartals (66 Punkte) wurde klar übertroffen.

Die Beschäftigung nahm zu Jahresbeginn 2010 saisonbedingt ab. Vor allem im Bau- und Ausbaugewerbe musste wegen des harten Winters mehr Personal als üblich entlassen werden. Alles in allem lag die Zahl der im Handwerk tätigen Personen zum Ende des 1. Quartals 2010 um etwa 1,5 Prozent unter dem Vorjahresstand.

Weniger Nachfrage auf dem Bau und im Kfz-Handwerk

Einen Dämpfer erhielten Nachfrageentwicklung und Umsätze. Besonders betroffen waren das Bau- und Ausbau sowie das Kraftfahrzeuggewerbe. Deswegen musste das Kfz-Handwerk auch Umsatzeinbußen hinnehmen. Im Baugewerbe machte sich der Winter bemerkbar. Zu Jahresbeginn kam die Produktionstätigkeit praktisch zum Erliegen.

Nach dem schwachen Jahresauftakt rechnen die Handwerker für das 2. Quartal 2010 mit einer spürbaren wirtschaftlichen Belebung. Insgesamt erwarten fast 80 Prozent der Betriebe eine „gute“ oder „befriedigende“ Geschäftstätigkeit und sind damit deutlich zuversichtlicher als vor einem Jahr. Der positive Trend war in allen Branchen festzustellen.


Die Konjunkturumfrage der Deutschen Handwerks Zeitung wird unter 8.000 Handwerksbetrieben im gesamten Bundesgebiet jeweils zum Quartalsende durchgeführt.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie bei unseren Kollegen von der Deutschen Handwerks Zeitung:

Details zur Konjunkturumfrage der DHZ


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