Einkommensteuern -

Schuldzinsen: Nachträglicher Abzug bei Vermietung

Handwerker wissen: Immobilienbesitz ist solide und regelmäßig auch ertragreich. Was aber, wenn eine Immobilie veräußert werden muss und der Verkaufspreis nicht ausreicht, um die Schulden zu tilgen?

Bereits im Jahr 2012 hatte der Bundesfinanzhof entschieden, dass Schuldzinsen, die auf die Immobilienfinanzierung entfallen, auch noch nach Veräußerung der Immobilie weiterhin als nachträgliche Werbungskosten abgezogen werden können (Az.: IX R 67/10). Seinerzeit sollten zwei Voraussetzungen gelten: Zum einen darf der Veräußerungserlös nicht ausgereicht haben, um die Verbindlichkeiten zu tilgen und zum anderen musste ein steuerbares privates Veräußerungsgeschäft vorliegen.

Privates Veräußerungsgeschäft nicht länger Voraussetzung

In einer aktuellen Entscheidung (Az: IX R 45/13) hat der Bundesfinanzhof nun klargestellt, dass der nachträgliche Werbungskostenabzug der Schuldzinsen auch in Betracht kommt, wenn die Immobilienveräußerung nicht als Privatgeschäft zählt. Insoweit ist für den Werbungskostenabzug lediglich auf die einzige Voraussetzung abzustellen, dass die Verbindlichkeiten durch den Veräußerungserlös nicht hätten abbezahlt werden können.

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