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Cupcake-Bäcker Rosarote Zuckerträume

Zwei Frankfurter Konditoren erobern mit den zuckersüßen Minitorten die Herzen junger und alter Süßspeisen-Fans.

Das Konzept

Der Traum von der eigenen Cupcake-Konditorei entstand während einer Rundreise durch die USA. Jenny Kraus, Kommunikationsdesign­studentin, und Jochen Horlebein, gelernter Bankkaufmann und Konditor, wollten die bis dato in Frankfurt wenig bekannten süßen Mini­torten in Tassenform in der Heimatstadt des berühmten „Frankfurter Kranzes“ etablieren. Um die kleinen süßen Kuchen erfolgreich zu verkaufen, haben beide ein Geschäftskonzept entwickelt, das sich auf moderne Konsumenten­ansprüche wie den Verzicht auf Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker oder künstliche Aromen konzentriert.

Bei Rohstoffen wie Mehl setzen die Cupcake-Liebhaber auf regionale Anbieter – darüber hinaus sind viele der Zutaten bio- und Fair­trade-zertifiziert. Die charakteristischen „Krönchen“ auf dem Kuchenteig sind wie bei den amerikanischen Originalen aus Buttercreme. Bei der Gestaltung des Konditoren-Cafés haben sich die beiden Jungunternehmer von der „Magnolia-Bakery“ in New York inspirieren lassen, die durch die Fernsehserie „Sex and the city“ bekannt wurde. Die besonderen Designmerkmale von „Jennys Cupcakes“-Konditorei sind pinke Wände, braune Fliesen und weiße Möbel im klassischen Lounge-Stil.

Die Umsetzung

„Jennys Cupcakes“ ist ein rein familiengeführtes Unternehmen, das Kraus gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Horlebein aufgebaut hat. „In der Anfangszeit hat Jennys Oma noch mitgebacken, heute haben wir je nach Auftragslage vier bis zehn angestellte Mitarbeiter“, erklärt Jochen Horlebein.

Die Start-up-Finanzierung hat das Paar ohne einen Bankkredit auf die Beine gestellt. „Unser Erspartes und viel Eigeninitiative reichten aus.“ Mit großen Problemen hatten die beiden Jungunternehmer nicht zu kämpfen. „Einzig die vielen Behördengänge und die Suche nach einem geeigneten Laden in Frankfurt haben ein paar Nerven gekostet“, so Horlebein weiter. Die Geschäftsidee nahm dann aber schnell Fahrt auf, sodass die beiden mittlerweile bereits ein zweites Geschäft in der Stadt eröffnen konnten.

Der Erfolg

Zu dem Erfolg der Geschäftsidee tragen, neben den liebevoll gemachten Produkten im Café eine informative Homepage mit Onlineshop und ein ansprechendes Marketing in den Sozialen Netzwerken bei. Der Vertrieb über die kleinen pinken Flitzer in der Stadt und der näheren Umgebung hat sich auch bewährt, sodass die Frankfurter mittlerweile auch ganz Deutschland mit ihren süßen Sünden beliefern.

Die Idee, daraus ein Franchisemodell zu entwickeln, diskutierten die erfolgreichen Gründer laut Horlebein zwar: „Wir haben aber dann beschlossen, uns erst einmal auf das Großkundengeschäft zu konzentrieren.“ Aktuell laufen die Planungen für den Umzug in eine große Lagerhalle, von der sich dann der Versand der Minitorten besser organisieren lässt. Der Traum, den sie beide aus Übersee mitbrachten, lebt nun in Frankfurt weiter – die Krone setzt das Paar aber weiter lieber den Cupcakes auf.

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