Betrieb -

Die Woche in den sozialen Medien: KW 42 Richtig oder falsch: Zwei Bäcker wollen Mythen um Weizen überprüfen

Diese Woche: Weizen macht Bäcker dick und dumm. Ein Friseur räumt mit Werbelügen auf. Eine Konditorei läutet den kalorienreichen Herbst ein. Ein Handwerker-Geschwisterpaar lässt abstimmen. Und eine angehende Anlagenmechanikerin setzt auf Sicherheit am Bau.

Themenseiten: TS Social Media und TS Social Media Monitoring

Zwei Bäcker prüfen Weizen – auf ihre Art

Weizen macht dumm, krank und dick – zumindest wollen das verschiedene Fachbücher auf dem Markt derzeit belegen. Eines schlägt sogar Alarm und warnt, Weizen würde schleichend das Gehirn zerstören. Doch zu jeder These gibt es Anti-Thesen und wenn nicht die leidenschaftlichen Bäcker Jörg Schmid und Johannes Hirth alias die Wildbakers zur Ehrenrettung des Weizens antreten würden, wer dann? Anlässlich des Welttages des Brotes am Mittwoch, den 16. Oktober, untersuchten sie Weizen und „entdeckten Erstaunliches“.

In einem knapp vierminütigen Youtube-Clip gehen die Wildbakers, gekleidet in weißer Laborkluft und ausgestattet mit diversen Reagenzgläschen sowie Pinzetten, dem Getreide-Mythos auf den Grund – mit einem erstaunlichen Ergebnis. Nach einer nicht unerheblichen Menge eingeflößtem Weizen-Bier müssen die beiden feststellen: Die Fachbuch-Autoren haben Recht! Wirken sie doch nach dem Test leicht dümmlich, sie beklagen Schwindel und Übelkeit und Schmids Bauch sei ein ganzes Stück gewachsen, stellt Hirth fest.

Ob das wohl daran lag, dass die beiden während ihres kleinen Tests Weizen nur in Form von Bier zu sich nahmen? Die Frage bleibt ungeklärt. Jedenfalls kommt der Clip bei der Community gut an, hat nach nur einem Tag bereits knapp 1.400 Klicks. „Ich hab einen Lachflash… KLASSE“, kommentiert einer ihrer Fans. Neugierig? Dann hier entlang!

Keine Haarspalterei! Friseur Daniel Golz erklärt Werbeschwindel

Daniel Golz

Der Social-Media-affine Friseur Daniel Golz aus Bremen hat jüngst seinen YouTube-Kanal mit neuem Inhalt gefüttert. Bei seinem rund fünfminütigen Clip geht es um den Werbeschwindel beim Thema Haarpflege. „Im Internet, Fernsehen und in Zeitschriften versprechen die Hersteller von Haarkuren und Shampoos das Unglaubliche“, leitet er den Beitrag ein. So sollen die Produkte eines Herstellers nur mit einer einzigen Anwendung die Haarschäden des kompletten vergangenen Jahres eliminieren. „Dazu ein paar ganz ernst gemeinte Tipps von mir, einem Friseur, der 18 Jahre im Geschäft ist“, lenkt Golz ein.

Nachdem er in gewohnt ironischer Art die verschiedenen Werbeslogans aufs Korn nimmt, sagt er: „Kauft euch lieber etwas Vernünftiges und lasst euch vom Friseur beraten“, appelliert er und gibt den blondierten oder colorierten Damen und Herren unter seinen insgesamt 40.400 YouTube-Fans direkt ein paar Tipps mit auf den Weg.

Golz weiß, was seine Fans gerne sehen wollen und auf welchen Plattformen er sie erreicht – daher hat er das Video ebenfalls auf Facebook geteilt. Dort hat er bislang mehr als 2.300 blaue Daumen gesammelt.

Warum der Beitrag auf YouTube bereits mehr als 8.800 Klicks hat – und was eine rohe Nudel in dem Clip zu suchen hat? Das sehen Sie hier.

Mit Naschereien geht`s in die kalte Jahreszeit

Bäckerei und Konditorei Welling

Schokolade macht glücklich. Und manchmal sogar schon der reine Anblick der süßen Naschereien, wie jetzt die Facebook-Fans der Bäckerei & Konditorei Welling erfahren haben. In der kalten Jahreszeit steigt die Lust auf Süßkram unaufhaltsam – und das nutzt der Betrieb aus dem Saarland als Anlass für gekonntes Social-Media-Marketing. Gleich sieben abgelichtete, kalorienreiche Sahnestücke begeistern mehr als 200 ihrer Facebook-Fans.

„Herbstzeit – Kaffeezeit“, leitet die Bäckerei den Beitrag ein. „Pünktlich zum Herbst haben wir wieder unser Cremetorten-Sortiment der Saison angepasst.“ Neben dem Kernsortiment gibt es passend zu den kühleren Temperaturen auch wieder die Mocca-Columbia, die Ganache-Torte oder die Havanna-Torte. Doch auch gewissen Spezialwünschen sind keine Grenzen gesetzt. „Unsere zehn Konditoren fertigen wieder viele leckere Spezialtorten für Sie“, erklärt Welling.

Knapp 30 Fans haben den Beitrag geteilt. Auch kommentieren 25 Nutzer die Fotostrecke. Auf den Kommentar „A Moment on the lips, three months on the hips“, antwortet die Bäckerei schlagfertig: „Natürliches Mittel gegen Fältchen!“

Hungrig? Dann hier entlang!

Geschwister Bernhardt fragen um Rat

Melanie und Oliver Bernhardt

Facebook, Instagram und Co. eignen sich für Handwerker hervorragend, um sich über ihre Arbeit und weitere Serviceleistungen auszutauschen. Das haben zuletzt auch die Dachdeckergeschwister Melanie und Oliver Bernhardt aus Frankfurt am Main getan. Ein Beispiel: Wie sollten Handwerker reagieren, wenn der Kunde mit dem Ergebnis der Arbeit nicht zufrieden, die Leistung seitens der Macher jedoch einwandfrei ist? Genau das haben die Bernhardts ihre Follower auf Instagram gefragt: „Würdet ihr die Arbeit dem Kunden berechnen?“ Das Ergebnis ist relativ ausgeglichen: 59 Prozent stimmten für ja, 41 Prozent für nein.

Das Geschwisterpaar hat sich, trotz der Mehrheit für die Berechnung, für einen kostenlosen Service im Sinne des Kunden entschieden. „In dem Segment, in dem wir unterwegs sind, leben wir von der positiven Weiterempfehlung unserer Kunden“, erklären beide. „Da es unser Ziel ist, unsere Kunden zu begeistern, haben wir in einem zweiten Gespräch von der Berechnung abgesehen.“

Warum das der Fall ist – und welche Meinungen die Facebook-Fans in der Kommentarleiste vertreten, sehen Sie hier.

@frauimhandwerk appelliert an die Sicherheit auf Baustellen

Madita Brauer alias @frauimhandwerk

Atemmaske, Schutzbrille, Ohrenschutz: Dass die richtige Arbeitskleidung auf Baustellen unabdingbar ist, demonstriert die angehende Anlagenmechanikerin Madita Brauer alias @frauimhandwerk aktuell auf ihrem Instagram-Profil. Auch sie präsentiert der Social-Media-Community regelmäßig die Arbeit auf einer Baustelle. Bei ihrem aktuellen Posting liegt der Schwerpunkt ganz auf dem Thema Sicherheit.

„Arbeitsplanung, Organisation am Arbeitsplatz und Struktur sind aber genauso wichtig und manchmal einfach (aus Zeitgründen) nicht zu 100 Prozent da“, schreibt sie. „Ich möchte damit sagen: Wir sind nicht perfekt und können nicht immer alles beachten, worauf wir vielleicht achten sollten.“ Sie legt ihren Fans nahe, sich doch manchmal lieber eine Sekunde mehr Zeit zu nehmen, um über den nächsten Schritt auf der Baustelle nachzudenken, denn nur so könne ein jeder seine körperliche Unversehrtheit sichern.

Der kleine Appell kommt gut bei ihren Followern an. Bald 400 Fans der Handwerkerin belohnen ihre warnenden Worte mit einem Herzchen. „Genau so sieht es aus. Ich war mal Sicherheitsbeauftragter. Was ich da so alles erlebt habe“, heißt es da unter anderem.

© handwerk-magazin.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen