Einkommensteuern -

Reisekosten: So viel wie möglich absetzen

Viele Unternehmer verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen und kombinieren die Geschäftsreise mit dem privaten Urlaubsvergnügen. Wann sich das Finanzamt an den Aufwendungen beteiligt.

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Völlig klar: Das Finanzamt beteiligt sich nicht am privaten Erholungsurlaub. Wer die Geschäfts- mit der Urlaubsreise verknüpft, kann in vielen Fällen aber einen Teil der Kosten steuerlich geltend machen. Voraussetzung: Die Reise ist eindeutig betrieblich veranlasst. Das misst das Finanzamt daran, wie viel Zeit der Unternehmer betrieblich investierte und wie viel Urlaubstage dazukamen. Die wichtigsten Regeln:

Unterkunft: Die Aufwendungen für die Unterkunft und Verpflegung kann der Firmenchef sauber aufteilen. Beispiel: Er nimmt acht Tage an einer Weiterbildung in Bayern teil. Drei Tage schließt sich ein Wanderurlaub an. Dann lassen sich die Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung entsprechend der Dauer der Fortbildung steuerlich geltend machen.

Reisekosten: Soweit die Reise eindeutig betrieblich veranlasst ist (geschäftlicher Anteil mindestens 15 Prozent) – können auch die Fahrtaufwendungen anteilig steuerlich geltend gemacht werden (Beschluss des Großen Senats des Bundesfinanzhofs, Az. GrS 1/06). Der Handwerksunternehmer ist aber verpflichtet, dem Finanzamt plausible Nachweise vorzulegen.

Seite 2: Prüfkriterien: Wonach Sie das Finanzamt fragt

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