Steuern + Recht -

Rechnungen an Handwerksunternehmer: Geschäftsadresse zählt

Firmenchefs sind gehalten, jede Rechnung kritisch zu prüfen – unter anderem die Adresse des leistenden Unternehmers. Andernfalls gefährden sie den Vorsteuerabzug. Das Finanzgericht Köln hat sich in einem Fall großzügig gezeigt.

Bisher galt: Jede Rechnung muss eine Anschrift des Auftragnehmers enthalten, von der dieser die Leistung erbracht hat und geschäftlich aktiv ist. Das Finanzgericht Köln hält in seiner Entscheidung (Az.: 10 K 3803/13) diese Auffassung für überholt. Begründung: Die Angabe der Adresse auf der Rechnung hat den Zweck, den leistenden Unternehmer eindeutig zu identifizieren. Die Finanzverwaltung soll den Rechnungssteller postalisch erreichen können. Nach Meinung der Kölner Richter kommt es nicht darauf an, welche Art der geschäftlichen Aktivitäten unter der Postanschrift tatsächlich erfolgen.

Ob sich das Finanzgericht Köln mit seiner Auffassung durchsetzen kann, klärt der Bundesfinanzhof in der Revision unter dem Aktenzeichen V R 25/15. Bis dahin sollten Handwerkschefs immer darauf achten, dass die Anschrift in Eingangsrechnungen der tatsächlichen Geschäftsanschrift der leistenden Firma entspricht.

© handwerk-magazin.de 2021 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen