Betriebsteuern -

Steuererklärung unterwegs verfassen Per App zur Steuererklärung

Jedes Jahr das Gleiche: Die Steuererklärung muss wieder gemacht werden. Für die meisten Handwerker ist sie ein lästiges Übel. Seit Anfang 2019 haben sie es allerdings wesentlicher einfacher. Sie können sich ihr Geld nun bequem per App vom Staat zurückholen.

Themenseiten: TS Elster und TS Steuerbescheid

Die Steuererklärung zu machen bereitet den meisten Menschen viel Mühe und recht wenig Freude. Letztere stellt sich jedoch immer dann ein, wenn es zu einer Steuerrückerstattung kommt. Im bundesweiten Durchschnitt liegt diese bei immerhin 974 Euro. Da lohnt sich also der Aufwand! Wer die Kosten für einen Steuerberater sparen möchte und sich doch nicht selbst durch ELSTER, das Steuerformular des Finanzamts, kämpfen will, behilft sich gern mit einer Steuersoftware. Die sorgt dafür, dass der Vorgang einfacher und schneller wird. Besonders bei jungen Anwendern beliebt: Apps, die es ermöglichen, alles über das eigene Smartphone abzuwickeln. Aus diesem Grund hat der Softwarehersteller Lexware mit smartsteuer Anfang 2019 eine Online-Steuererklärung „on-the-go“ auf den Markt, via native Apps für iOS und Android. Die Haufe Group ist damit ein Leuchtturmbeispiel und einer der Ersten, die das versuchen.

Per Cloud und KI zur mobilen Steuererklärung

Die Software führt den Anwender wie einen Steuerberater mit einfachen Fragen Schritt für Schritt durch den Prozess. Im Hintergrund wird daraus die Steuererklärung erstellt. Möglich wird die mobile Online-Steuererklärung mithilfe von Cloud-Technologie sowie dank der raschen Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Durch die authentifizierte Abgabe gemäß ELSTER II mit Herstellerzertifikat läuft mit smartsteuer der Datenaustausch mit dem Finanzamt reibungsloser denn je. „Wir sind zudem derzeit der einzige Anbieter, der über eine nach Bankenstandards abgesicherte Authentifizierung verfügt,“ erklärt Björn Waide, Geschäftsführer smartsteuer, „sei es über Video-Identifizierung oder mittels Bank-Login.“ Dabei übernimmt die Partneranbindung YES bei teilnehmenden Banken wie den Sparkassen die Authentifizierung des Anwenders durch Login beim Online-Banking.

Komplexe Fälle vorerst am Rechner abwickeln

Auf die Frage, wo die Grenzen der mobilen Steuererklärung derzeit noch lägen, meint Waide, das sei „weniger eine steuerliche Frage als eine der bequemen Eingabe“. Und weiter: „Je umfangreicher die Steuererklärung und je detaillierter die Angaben, die zu machen sind, umso mehr raten wir zur Nutzung von smartsteuer am Rechner. Komplexere Fälle mit Ausgaben im Bereich außergewöhnliche Belastungen, Sonderausgaben oder vermietete Immobilien erfordern tatsächlich immer noch etwas mehr Aufwand.“ Und auch Freiberufler und selbständig arbeitende Handwerke r müssen auf die ganz große mobile Freiheit mit smartsteuer noch ein wenig warten: „Sie können die EÜR, Umsatz- und Gewerbesteuererklärung machen – vorerst allerdings nur auf smartsteuer.de im Browser, noch nicht in der App“, so Waide weiter. „In Kombination mit lexoffice, der Online Buchhaltungslösung von Lexware, bieten wir allerdings auch für diese Gruppe die bequemste Art, ihre Steuererklärung zu machen“.

Künftiger Datenimport von Bankkonto vorgesehen

Im nächsten Schritt arbeitet smartsteuer weiter an Datenimportmöglichkeiten, z.B. vom Bankkonto und an noch smarteren Steuer-Spartipps – basierend auf künstlicher Intelligenz. Auch die bequeme Funktion der bereits vorab ausgefüllten Formulare wird für die mobile Anwendung bald zur Verfügung stehen. In smartsteuer werden nämlich die beim Finanzamt bereits bekannten Daten direkt in die Anwendung übernommen. Somit wird der Antragsprozess noch einfacher und durch die zunehmende Verfügbarkeit von Daten nach und nach immer passgenauer. „Dank Vorjahresdatenübernahme und Aktualisierung der Daten durch die beim Finanzamt bekannten Angaben zur Lohnsteuerbescheinigung sowie Altersvorsorgebeiträge wird die Steuererklärung auch mobil dann zum echten Kinderspiel,“ gibt Waide sich vorfreudig.  Und für die Zukunft hat er sich vorgenommen: "Wir arbeiten daran, dass die private Steuererklärung künftig nur noch ein Swipe auf dem Smartphone ist."  

© handwerk-magazin.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen