Stromeinkauf -

Ökostromumlage: Treibt Strompreise in die Höhe

Die EEG-Umlage wird für das Jahr 2016 von derzeit 6,170 Cent je Kilowattstunde auf den Rekordwert von 6,354 Cent je Kilowattstunde steigen. Im vergangenen Jahr war die EEG-Umlage im Vergleich zum Vorjahr erstmals leicht gesunken.

Topic channels: TS Stromeinkauf und TS EEG (Erneuerbare Energien Gesetz)

Nun wird sich der Aufschlag für das nächste Jahr, wie in den Jahren zuvor, wieder deutlich erhöhen. Strompreiserhöhungen sind daher zu erwarten. Mit der EEG-Umlage werden die Kosten ausgeglichen, die den Übertragungsnetzbetreibern durch die Abwicklung der Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen entstehen.

Die Abgabe setzt sich zusammen aus der Differenz zwischen dem Preis der Kilowattstunde an der Großhandelsbörse und der Vergütung für die Produzenten von Ökostrom. Abhängig von der produzierten Ökostrommenge, den vom Gesetzgeber festgelegten Vergütungssätzen und den neuen Ökostromkapazitäten, die im abgelaufenen Jahr ans Netz gegangen sind, variiert auch die Umlage.

Grund für den erneuten Anstieg der EEG-Umlage für das Jahr 2016 sind die vielen Sonnenstunden im Sommer dieses Jahres und die weiter gesunkenen Preise an den Strombörsen. Die niedrigen Börsenpreise sind unter anderem eine Folge der hohen Kraftwerkskapazitäten.

Private Haushalte die großen Verlierer

Die Hauptlast der Ökostromförderung tragen bisher die privaten Haushalte. Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt zahlt rund 220 Euro und mehr für die Förderung der Erneuerbaren Energien im Jahr. Viele größere Industriebetriebe sind dagegen von der EEG-Umlage befreit. Im Jahr 2015 waren das laut Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) über 2700 Unternehmen.

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