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Autotest Nissan NV 300: "Zu klein für den Bau"

Maurermeister Detlef Klinz aus Euskirchen attestiert dem Transporter Nissan NV 300 beim handwerk-magazin-Autotest zwar ein angenehmes Fahrgefühl, aber zu wenig Zweckmäßigkeit für den betrieblichen Alltag auf dem Bau.

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Kaum erreicht Detlef Klinz mit dem Nissan NV 300 die Baustelle, klebt überall schmutzig-braune Erde: an seinen Schuhen, im Fußraum, unter den Reifen. „Das ist der Nachteil für meine Firmenautos“, sagt der Maurermeister, der sich mit seinem Unternehmen Klinz Bau GmbH in Euskirchen auf den Bau schlüsselfertiger Häuser spezialisiert hat. „Sie müssen viel Schmutz vertragen.“

Gemütlich fährt er durch kleine Dörfer und über Landstraßen der Voreifel, vorbei an Bauernhöfen, Kirchen und kleinen Wäldern. Die kurvigen Straßen zwischen den unterschiedlichen Baustellen meistert der Nissan problemlos – trotzdem attestiert Klinz dem Wagen Schwachstellen: „Ich fahre lieber mit Automatikgetriebe, an die Schaltung muss ich mich erstmal wieder gewöhnen“, sagt er.

Zu seinem Fuhrpark zählt neben einem Lkw auch ein Smart für Mitarbeiter, die kein Werkzeug und Material transportieren müssen. Privat ist Klinz gern groß und schnell mit einem VW Amarok und einem Porsche unterwegs, einen Nissan hat er noch nicht ausprobiert.
Sie sitzen das erste Mal in einem Nissan. Wie ist Ihr erster Eindruck?
Der Sitz ist schön groß und bequem. Preislich liegt der Nissan auch in meinem Budget, meine Betriebswagen liegen meist zwischen 25.000 und 30.000 Euro.

Wie gefällt Ihnen die Ausstattung?

Ich vermisse es, am Lenkrad zu schalten. Das wäre in der Handhabung viel einfacher als der ständige Griff zum Knüppel. Was mir gut gefällt: Das Auto hat eine Bluetooth-Freisprechanlage. Ich muss gut erreichbar sein für meine Mitarbeiter und Kunden. Was fehlt ist ein Navi, das brauche ich auf jeden Fall.

Würden Sie sich den Nissan kaufen?

Nein, für meinen Beruf als Maurer wäre er nicht zweckmäßig. Er lässt sich zwar angenehm fahren, fast wie ein Pkw, ist aber nicht groß genug. Hier vorne haben gerade mal drei Mann Platz, und hinten ist der Laderaum geschlossen. Nur bei einem offenen Laderaum könnte ich genug Baumaterial transportieren.

Das Unternehmen

  • Name: Klinz Bau GmbH
  • Geschäftsgebiet: Euskirchen und Umgebung
  • Gründung: 1998
  • Mitarbeiter: 6

Der Testwagen

  • Modell: Nissan NV 300 Kastenwagen Comfort
  • Laderaumvolumen: 5.200 Liter
  • Leistung: 89 kW/120 PS
  • Kraftstoffverbrauch: 6,5 Liter Diesel/100 km
  • CO2-Emission: 170 g/km
  • Grundpreis: 27.350 Euro (inkl. MwSt.)
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