Wirtschaft -

Neue Regeln beim Erfinderschutz

Handwerker lassen ihre Erfindungen selten wirkungsvoll schützen, auch weil es ziemlich teuer ist. Jetzt können Erfinder kostenlos prüfen lassen, wie die Chancen für eine Patentanmeldung sind.

Die Scheideler Verfahrenstechnik GmbH in Haltern am See baut seit 1995 mit heute zehn Mitarbeitern Filtrieranlagen für Trinkwasserversorger. 2004 fragte ein Kunde, wie man die Wasserasseln loswerden könnte, die immer wieder in den Trinkwasserrohrleitungen gefunden wurden – ein verbreitetes Ärgernis. Gift kam im Trinkwasser nicht in Frage. Geschäftsführer Michael Scheideler fand ein anderes Mittel gegen die etwa einen Zentimeter langen, grauen Krebstiere, die sich mit ihren Beinchen an den Rohrwänden festhängen: Kohlensäure. Die Asseln werden betäubt, lassen los und werden ausgespült. Ein Forschungsprojekt ermittelte die richtige Dosierung, die Scheideler GmbH entwickelte das Verfahren und die Vorrichtungen zum Einspülen. Für diese Erfindung wurde Scheideler mit seinem Wissenschaftspartner von handwerk magazin mit dem Technologietransferpreis ausgezeichnet (siehe nächste Seite). Handwerksunternehmer Scheideler besaß durch die Erfindung ein Alleinstellungsmerkmal. Das wollte er gegen Nachahmer schützen, deshalb ließ er es patentieren.

© handwerk-magazin.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen