Gründer -

Bundesinitiative Unternehmertum von Frauen fördern

Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel werben mit einer neuen Initiative für mehr Existenzgründungen und Unternehmertum von Frauen. Gemeinsame Maßnahmen erleichtern Sprung in die Selbstständigkeit.

In Berlin stellten Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel am Mittwoch ihre gemeinsame Initiative für mehr Existenzgründungen und Unternehmertum von Frauen vor.

„Eine moderne Wirtschaft braucht die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern. Doch obwohl Frauen heute so gut ausgebildet sind wie nie zuvor, machen sich weniger Frauen als Männer beruflich selbstständig. Deswegen möchte ich Frauen dabei unterstützen, vermehrt Unternehmen zu gründen. Dabei soll es gezielter um die besonderen Belange von Frauen gehen: Kinderbetreuung, Vereinbarkeit von Selbstständigkeit und Familie sowie Fragen rund um den beruflichen Wiedereinstieg werden eine zentrale Rolle spielen. Mit dem Projekt „MIGRANTINNEN gründen“ wollen wir uns außerdem verstärkt an Frauen mit Migrationshintergrund richten“, erklärte Schwesig.

Erfolgreiche Vorbilder und spezielle Beratungsangebote

Angesichts der Tatsache, dass nach wie vor nur knapp jedes dritte Unternehmen von einer Frau gegründet wird, informierten sich die Minister bei Unternehmerinnen und Unternehmern vor Ort. Sie hielten fest, dass das Gründerinnenpotenzial in Deutschland bei weitem nicht ausgeschöpft ist. Die Bundesregierung will dies ändern: Frauen sollen den Schritt in die Selbstständigkeit mit der gleichen Selbstverständlichkeit wie Männer gehen.

Gemeinsam haben Bundeswirtschaftsministerium und Bundesfamilienministerium daher in den vergangenen Monaten Maßnahmen entwickelt, die Frauen den Sprung in dieSelbstständigkeit erleichtern sollen. So sollen erfolgreiche Unternehmerinnen als Vorbilder sichtbarer gemacht und Hürden bei der Gründung abgebaut werden. Gründungswillige Frauen sollen durch speziell auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Beratungsangebote bei den ersten Schritten in die Selbstständigkeit begleitet werden. Verbesserte Bedingungen der Vereinbarkeit von Selbstständigkeit und Familie sollen den Frauen helfen, auch in der Familiengründungsphase erfolgreich selbstständig zu sein.

Umdenken im Kopf

Und Gabriel ergänzte, dass es in erster Linie ein Umdenken in den Köpfen und guter Rahmenbedingungen bedürfe, um mehr Frauen zum Gründen zu bewegen. „Mit einem besonderen Projekt „FRAUEN unternehmen“ schicken wir erfolgreiche Unternehmerinnen als Vorbilder an Schulen und Hochschulen. Sie sollen Mädchen und jungen Frauen Mut zur beruflichen Selbstständigkeit machen. Zugleich verdoppeln wir gerade die Mittel des Mikromezzaninfonds-Deutschland, der vor allem Unternehmensgründerinnen und -gründern bessere Finanzierungschancen eröffnet.“  

Mehr zu den Eckpunkten der Initiative finden Sie auf http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=649450.html

© handwerk-magazin.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen