Bildergalerie: Mutmacher der Nation

Roland Arnold ist Mutmacher der Nation 2010. Der Wettbewerb zeichnet Unternehmer aus dem deutschen Mittelstand aus, die Vorbildliches geleistet haben. Die Preisverleihung fand in diesem Jahr im Tipi am Kanzleramt. Fotos der Gala finden Sie hier.

Erfolg kommt selten angeflogen. Das gilt auch für Roland Arnold. Der 44-jährige Kfz-Mechniker arbeitet seit über 20 hartnäckig an Fahrzeugen, um sie behindertengerecht umzubauen. Angefangen in einer kleinen Werkstatt auf dem elterlichen Bauernhof, ist er heute mit seiner Firma Paravan Weltmarktführer für individuell angepasste Behindertenfahrzeuge.


Für diese Leistung erhielt Arnold, der aus dem schwäbischen Aichelau stammt, jetzt ein ganz großes Lob. Er wurde als Mutmacher der Nation 2010 ausgezeichnet. Auf einer festlichen Gala mit über 350 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Medien wurde ihm im Tipi am Kanzleramt der Preis verliehen. Die Auszeichnung ist mit 10000 Euro dotiert. „Die Erfolgsgeschichte von Roland Arnold hat uns fasziniert und größten Respekt abgefordert“, erklärte Barbara Faber, Geschäftsführerin des Initiators Das Örtliche Service- und Marketinggesellschaft.

Mutmacher der Nation 2010


Mit dem Preis Mutmacher der Nation werden seit 2004 Unternehmer aus dem Mittelstand geehrt, die Vorbildliches geleistet haben. Träger des Preises sind die Verlage Das Örtliche. Medienpartner sind die Deutsche Handwerks Zeitung und handwerk magazin, beide von Holzmann Medien. Im Jahr 2010 haben sich deutschlandweit insgesamt 470 Unternehmen beworben. Der Jury, zu der die Publizistin Gertrud Höhler, die Unternehmer Alexander Holzmann, Christiane Salm, Heiner Kamps, Florian Langenscheidt, handwerk magazin-Chefredakteur Holger Externbrink sowie Barbara Faller, Geschäftsführerin Das Örtliche Servie- und Marketinggesellschaft gehörten, fiel die Entscheidung wahrlich nicht leicht.

Durchhaltevermögen lohnt sich

Mit seinem langjährigen und überaus erfolgreichen Engagement im Fahrzeugbau für Behinderte hat Roland Arnold die Jury indes überzeugt. „Insbesondere sein Weg aus kleinsten Verhältnissen zum Weltmarktführer lässt auf große Hartnäckigkeit schließen“, betonte Holzmann Medien-Verleger Alexander Holzmann. Inzwischen umfasst der Mobilitätspark von Paravan eine Entwicklungs- und Planungsabteilung, Produktionshallen, einen Fahrsicherheitsparcour und ein Beratungszentrum für Kunden mit Handicap. Auf dem 80000 Quadratmeter großen Areal entstehen auf Basis von Serienmodellen maßgeschneiderte Hightechfahrzeuge. Dank der eingebauten modernen Elektronik können auch schwer behinderte Menschen, mit den Wagen selbständig fahren.

Als zweiten Mutmacher kürte die Jury Harald Hausmann für seine Risikobereitschaft und Standhaftigkeit. Nach der Wiedervereinigung rettete der studierte Tierarzt und Landwirt den Halberstädter Schlachthof und 40 Jobs vor der Abwicklung – ohne jede staatliche Hilfe. Zielstrebig baute er in fairer Kooperation mit einheimischen Bauern eine Unternehmensgruppe, zu der heute ein Zuchtbetrieb, eine Mastanlage, der Schlachthof, ein eigenes Restaurant und 15 Ladengeschäfte gehören. Dabei setzt Dr. Hausmann auf gesunde Tierhaltung ohne Hormone und auf kurze Transportwege.

Widerstände überwinden

Zur dritten Siegerin kürte die Jury Ricarda Wilhelm. Mit Willenskraft und Selbstvertrauen hat die Rostockerin ihren Traum verwirklicht: eine Schule, in der Kinder mit Freude zur Leistung kommen und bis zum Abitur gemeinsam lernen. Bevor in ihrer Privatschule Universitas der erste Unterricht stattfinden konnte, musste die ehemalige Lehrerin langwierige, komplizierte Genehmigungsverfahren durchstehen. Ein geeignetes Gebäude fand sie erst zwei Monate vor Schulanfang. Handwerker, Familie, Freunde und künftige Kollegen zogen den Renovierungs­marathon gemeinsam durch. Inzwischen lernen schon 70 Kinder in der harmonischen Atmos­phäre von Universitas.

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