Wirtschaft -

Mittelstandsbericht: Stabile Beschäftigungslage trotz Umsatzrückgang

Die Wirtschaftskrise hat auch den Mittelstand schwer belastet. Die wirtschaftliche Entwicklung des Mittelstandes sei im vergangenen Jahr durch einen Umsatzrückgang von 4,9 Prozent und eine leicht rückläufige Entwicklung der Beschäftigung von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gekennzeichnet gewesen, heißt es im aktuellen Mittelstandsbericht.

Das Beschäftigungsniveau lasse sich dieses Jahr nur halten, wenn die bisher angekündigten Maßnahmen zur Binnenmarktstabilisierung beschlossen würden, hieß es weiter.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die Euro-Krise seien nicht auf ein Versagen des Marktes, sondern auf fehlende Regeln und politische Fehler zurückzuführen, betonten die in der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand zusammengeschlossenen Verbände aus Handel, Industrie, Handwerk, Gastgewerbe und Kreditwirtschaft.

Angesichts der Haushaltslage müsse die Bundesregierung klare Prioritäten für den Einsatz der geringer werdenden Mittel setzen. Handwerks-Präsident Otto Kentzler sagte: "Wir können und müssen nur noch da investieren, wo es eine zusätzliche Rendite bringt. In Form von besserer Bildung, mehr Arbeitsplätzen, steigenden Steuereinnahmen oder auch mehr Klimaschutz." Zudem müssten die arbeitsrechtliche Flexibilisierung und eine Vereinfachung des Besteuerungsverfahrens vorangetrieben werden, ergänzte Kentzler.

Die Zahlen und Einschätzungen des Berichts basieren auf den Konjunkturumfragen der in der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand zusammengeschlossenen Verbände sowie auf Prognosen der kreditwirtschaftlichen Verbände.

(ddp/sel)

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