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Mitarbeiter: Fair bewerten statt vorschnell urteilen

Für viele Chefs sind die Leistungen der Mitarbeiter quasi vorgegeben. Der eine ist nun mal ein „geschlamperter Hund“ und dem anderen muss man alles dreimal sagen. Mit regelmäßigen Beurteilungsgesprächen können Sie nicht nur alte Verhaltensmuster aufbrechen, sondern auch Leistungsreserven mobilisieren.

Topic channels: TS Mitarbeitermotivation und TS Kolumne Barbara Seidl

Sie wollen, dass Ihre MItarbeiter mitdenken, auch mal Verantwortung übernehmen und nicht bei jedem kleinen Problem die Handynummer des Chefs anwählen? Dann wird es Zeit, dass Sie das Vier-Augen-Gespräch mit dem Mitarbeiter nicht mehr als lästiges Übel einstufen, sondern als wichtigen Baustein für eine motivierende Mitarbeiterführung ansehen.

„Dürfen“ statt „müssen“

Damit Sie den Übergang von der lästigen Pflicht zur Kür auch im Alltag schaffen, müssen Sie zunächst Ihre Einstellung ändern. Ersetzten Sie dazu das negativ klingende Wörtchen „müssen“ einfach durch „dürfen“: Ein Zeugnis schreiben, über die Vertragsverlängerung des Azubi entscheiden, das Gehaltsgespräch mit dem Gesellen führen oder die richtige Fortbildung für die Nachwuchskraft auswählen – all das sind prima Anlässe, bei denen Sie Beurteilungen über Leistungen, Verhalten sowie Einschätzungen der individuellen Potenziale und Lernfelder gut gebrauchen können.

Die Personalakte als faires Gedächtnis

Um bei mehreren Mitarbeitern den Überblick zu behalten, hat sich auch im Handwerksbetrieb eine kontinuierlich geführte Personalakte bewährt, die nach vorher festgelegten und konkret auf die betrieblichen Anforderungen zugeschnittenen Kriterien geführt wird. Die 5-Schritte-Anleitung (siehe Download) zeigt Ihnen, wie Sie

  • ein eigenes betriebliches Beurteilungssystem aufbauen,
  • es im Alltag systematisch einsetzen und
  • sich statt auf Ihr Gedächtnis auf eine schriftlich dokumentierte und faire Beurteilung mit Stärken und Schwächen verlassen können.

Ein motivierendes Händchen bei der Personalführung wünscht Ihnen

Barbara Seidl

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