Autotests -

Mini Cooper D: „Fast wie im Flugzeug“

Graveurmeister Walter Komischke mag den neuen Briten-Bayer. Nur die vergrößerten Rückleuchten stören ihn ein wenig.

Themenseite: Autotests

Prägestempel für den Landtagspräsidenten, Messingtafeln für Denkmäler, Stahlschlag-Stempel für die Unterschrift eines Künstlers auf dessen Bronzeplastiken: Graveurmeister Walter Komischke hat in Düsseldorf meist ­seine Finger im Spiel, wenn es im weitesten Sinne um Gravuren geht. Wer durch die Landeshauptstadt fährt, kommt unweigerlich an Komischkes Arbeiten vorbei.

Der Handwerker ist obendrein Produktdesigner. So hat es etwas zu bedeuten, dass der Mini Cooper von ihm großes Lob für seinen optischen Auftritt bekommt. Komischkes Frau fährt seit mehr als zehn Jahren ein Modell der ersten Mini-Generation von BMW. Und sehr verändert hat sich der kleine Briten-Bayer in der dritten Auflage nicht. Allein die gewachsenen Rückleuchten gefallen Komischke nicht, weil sie die schönen Rundungen des Mini verdrängen. Als der Wagen beim ersten beherzten Tritt aufs Gas behände lossprintet, ist der Leuchten-Fauxpas aber schon wieder verziehen.

Und, wie fährt er sich?

Sehr gut, ich fahre sonst einen SUV von Volvo, der tritt mit seinen 200 PS gefühlt auch nicht viel schneller an. Außerdem läuft der Motor des Mini erstaunlich ruhig. Man glaubt gar nicht, dass er nur drei Zylinder hat.

Wie gefällt Ihnen das Head-Up-Display?

Ich komme mir ein bisschen vor wie im Flugzeug. Aber wenn man sich daran gewöhnt hat, ist das eine gute Sache, man hat zum Beispiel immer das aktuelle Tempolimit im Blick. Insgesamt ist das Design im Innenraum nach wie vor Mini-typisch eigenwillig, gefällt mir gut.

Gibt es Unterschiede im Vergleich zum Vorgänger?

Die Sitze sind spürbar besser, sie bieten viel Seitenführung, und die Auflagen sind in der Länge verstellbar, das hatte der Vorgänger nicht.

Irgendwelche Mankos außer den Rückleuchten?

Die Start-Stopp-Automatik nervt, die würde ich gern dauerhaft abstellen. Ich glaube auch nicht, dass man damit nennenswert Sprit spart. Und der Preis ist beim Mini auch so eine Sache, anderswo bekommt man fürs gleiche Geld einen gut ausgestatteten Kombi. Aber der macht dann halt auch nicht so viel Spaß.

 Das Unternehmen

Name: Walter Komischke „Art Design Schilder“
Branche: Gravuren, Schilderherstellung, Werbung
Geschäftsgebiet: Düsseldorf, NRW
Gründung: 1977
Mitarbeiter: 5

Der Testwagen

Modell: Mini Cooper D
Höchstgeschwindigkeit: 205 km/h
Leistung: 85 kW/116 PS
Kraftstoffverbrauch: 3,6 Liter
CO2-Emission: 95 g/km
Grundpreis: 21 450 Euro (inkl. MwSt.)

© handwerk-magazin.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen