Wirtschaft -

Ausbildung Migranten fürs Handwerk

Jedes dritte Kind unter sechs Jahren kommt heute aus einer Zuwanderungsfamilie, Tendenz steigend.

So steht es im Integrationsbericht 2010 der Bundesregierung. Allerdings absolvieren nur 23,9 Prozent eine Berufsausbildung, bei den deutschen Jugendlichen sind es 57,6 Prozent. „Das ist unsere Chance als Handwerk“, sagte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke auf der Vollversammlung der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz. Der Schlüssel zur Gruppe der jungen Migranten liege bei den Eltern. Das Handwerk müsse direkter auf sie zugehen und ihnen genauer erklären, welche Chancen eine betriebliche Ausbildung für ihren Nachwuchs bietet. „Und wenn es sein muss, wird es eben auch in Türkisch oder Russisch oder Polnisch erklärt“, so Schwannecke.

Mitte August fehlten dem Handwerk in Ostdeutschland noch 4000 Lehrlinge, im Westen sind es 11000. „In allen Berufen finden sich noch ausreichend freie Stellen“, erklärte Handwerkspräsident Otto Kentzler. Auch in der Industrie ist aus dem Lehrstellenmangel ein Lehrlingsmangel geworden. - rm

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