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Autotest Mercedes A250e: "Leise, aber mit Wumms"

Im Test fordert Orthopädieschuhmacher Patrick Hilgers die Kombi-limousine heraus. Das Fazit: Das Auto sieht nicht nur sportlich aus.

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Beim Start surrt der Mercedes noch ganz leise. Doch kaum ist Patrick Hilgers aus der Parklücke, brummt der A250e wie ein Benziner los. Die Batterie des Plug-in-Hybrids ist leer. Elektrisch kommt er rund 50 Kilometer weit. Je nach Fahrverhalten und Leistung der Klimaanlage auch weniger. Der Orthopädieschuhmacher navigiert zur nächsten Ladesäule. Bisher überzeugten ihn E-Autos nicht: „Wenn ich nicht direkt zu Hause oder am Geschäft laden kann, bringt mir das nichts. Da ist ein Hybrid schon etwas besser.“
Bei der Ladesäule angekommen, schließt der Handwerksmeister die Kombilimousine an. Das Cockpit zeigt: In etwa einer halben Stunde ist die Batterie voll. „Wenigstens geht es schnell“, kommentiert Hilgers und schießt noch schnell ein Foto vom A250e. „Schick ist er ja und macht schon mehr her als mein VW Polo“, sagt er – und setzt die Testfahrt fort.

Merken Sie einen Unterschied zwischen Elektroantrieb und Verbrenner?

Er ist jetzt deutlich leiser, so ist man es ja von Elektroautos gewohnt. Aber von lautlos ist der Mercedes weit entfernt. Die dicken Sportreifen würde ich auch als Fußgänger schon aus einiger Entfernung hören.

Was halten Sie vom A250e?

Mir gefällt die technische Ausstattung des Mercedes. Ein Toter-Winkel-Warner und die Kamera für die Rundumsicht beim Einparken sind echt top. Das macht das Fahren in der Stadt sehr angenehm. Mir gefällt auch der sportliche Look innen und außen. Optisch macht der A250e einen guten Eindruck.

Käme Ihnen der Mercedes in die Garage?

Ich finde die Schaltung am Lenkrad sehr gewöhnungsbedürftig. Nach Starten des Motors habe ich den Schaltknüppel wie gewohnt in der Mittelkonsole gesucht. Und da ist auch etwas, das so aussieht. Aber das ist nur zum Ablegen des Arms. Das ist schon etwas verwirrend. Und für meine täglichen Fahrten müsste er kleiner sein. Meine Werkstatt mit Verkaufsraum liegt mitten in Köln. Da finde ich mit so einem großen Fahrzeug nur schlecht einen Platz.

Das Unternehmen

  • Name: Laufwerk
  • Geschäftsgebiet: Region Köln
  • Gründung: 2016
  • Mitarbeiter: 4

Der Testwagen

Mercedes A250e
  • Modell: Mercedes A250e
  • Höchstgeschwindigkeit: 235 km/h
  • Systemleistung: 160 kW/218 PS
  • Kraftstoffverbrauch: 1,4–1,6 l/100 km
  • CO2-Emission: 32–36 g/km
  • Grundpreis: ab 36.813 Euro (inkl. MwSt.)

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