Betriebsversicherung -

Marktanalyse Betriebsversicherungen: Besser und trotzdem billiger versichert

Ein realer Betrieb im Test: Sind seine wichtigsten Risiken abgesichert – und die gezahlten Prämien angemessen? Das Ergebnis überrascht: Die Kosten waren viel zu hoch, wesentliche Risiken nicht versichert. Wir haben den Markt analysiert und den Unternehmer mit mehr Schutz für weniger Geld ausgestattet.

Themenseiten: TS Betriebsversicherung, TS Betriebshaftpflicht, TS Gebäudeversicherung und TS Geschäftsinhaltsversicherung

Wir wollten es genau wissen: Was kann ein Handwerksunternehmer in Euro und Cent sparen, wenn er seinen bestehenden Versicherungsschutz überprüft? Dafür haben wir einen jungen Trockenbaubetrieb aus dem Rheinischen, erst 2016 gegründet, analysiert. Der Unternehmer möchte anonym bleiben, seine Zahlen dürfen wir veröffentlichen. Erste Erkenntnis: Sein Prämieneinsparpotenzial liegt schon nach zwei Jahren Vertragslaufzeit bei einigen Verträgen über 60 Prozent. Zweite Erkenntnis: Der Betrieb hatte wesentliche Risiken nicht abgedeckt. Wir haben seinen Versicherungsschutz optimiert und mit zwei neuen Policen aufgestockt – der Handwerker ist nun besser versichert und zahlt trotzdem weniger Prämien als zuvor.

Der Betrieb auf dem Prüfstand

Der getestete Trockenbaubetrieb aus dem Rheinland beschäftigt einen Meister und eine Vollzeitkraft, der Unternehmer ist derzeit in der Meisterausbildung. Das Unternehmen hat einen gewerblich genutzten Pkw. Seit Gründung 2016 hat sich der Umsatz von 45.000 Euro auf heute 90.000 Euro verdoppelt. Die Lohnsumme stieg von 30.000 Euro auf 50.000 Euro. Alle Versicherungen wurden im Gründungsjahr abgeschlossen. Seitdem hat sich der Handwerksunternehmer nicht mehr mit diesem Thema befasst. Testergebnis: Der Betrieb kann bei allen vorhandenen Policen deutlich Prämien sparen. Da er zwei wesentliche Risiken nicht abgesichert hatte, musste er neue Verträge abschließen. Nun hat er mehr Schutz für weniger Geld.

Versicherung Prämie Altvertrag Prämie Neuvertrag Ersparnis pro Jahr
Betriebshaftpflicht 480,19 397,67 82,52
Geschäftsinhalt 233,10 93,09 140,07
Rechtschutz 609,00 362,81 246,19
Cyber - 267,75 - 267,75
Autoinhalt - 137,41 -137,41
Gesamt 1.322,29 1.258,73 63,56

Der Testpartner
Wir haben uns
Finanzchef24 als Kooperationspartner für den Versicherungstest ausgesucht, da es das größte Vergleichsportal im Bereich Gewerbeversicherungen ist. Seine Hauptkunden sind, nach eigenen Angaben, Handwerker. Finanzchef24 hat nicht alle Versicherungen im Vergleich – gleiches gilt für die anderen großen Portale, wie Gewerbeversicherung24 , Verivox oder Comfortplan . Deshalb haben wir zusätzlich handwerksnahe Versicherer direkt angeschrieben und ihre Daten in den Vergleich integriert.

Wie der Testpartner prüft
Bei den angebotenen Verträgen untersucht Finanzchef24, inwieweit die wichtigsten Leistungen erfüllt werden. Das Ergebnis wird in eine Tarifnote – entsprechend einer Schulnote – übersetzt. Die beste Leistung ist somit eine 1,0. Anhand der Tarifnote und der Prämie kann jeder Unternehmer die Police auswählen, die aufgrund der Größe seines Betriebes sinnvoll ist. Danach muss unter Umständen noch über Bedingungsdetails verhandelt werden. Denn: Jedes Unternehmen ist individuell.

Falsch versichert - Realität in deutschen Betrieben

Nichts bleibt, wie es ist – auch nicht die Risikosituation in einem Unternehmen. Sind neue Risiken entstanden, die nicht durch eine Versicherung abgedeckt sind, schlittert ein Handwerksunternehmer unter Umständen unwissentlich in eine Haftungsfalle, die seinen Betrieb gefährden kann. Das passiert oft dann, wenn ein vermeintlich lukrativer Auftrag angenommen wird, ohne dass die Zusatzrisiken versichert sind. Beispiel: Ist ein Baunebengewerbe versichert, aber es werden Dachdecker- oder Installationsarbeiten mitdurchgeführt, müsste eine Nachversicherung erfolgen. Meist kommen diese Risiken aber erst im Jahresgespräch mit dem Betreuer auf den Tisch. Passiert vorher ein Schaden, kann er die Insolvenz des Betriebes verursachen.

Typische Fehler

Immer wieder stellen Versicherungsexperten fest, dass Handwerksbetriebe falsch versichert sind. Die üblichen Mängel heißen:

  • zu viel oder zu wenig Versicherungsschutz, Unter- oder Überversicherung
  • Deckungslücken durch neue Rechtsprechung oder Gesetze
  • geliehene oder eigene Arbeitsgeräte nicht gegen Diebstahl oder Schäden versichert
  • Bedingungswerke veraltet
  • Versicherungssummen nicht den Veränderungen angepasst
  • neu hinzugekommene Risiken nicht abgesichert
  • Umsatz oder Mitarbeiterzahlen nicht mehr aktuell – aber Grundlage des Schutzes
  • Waren- und Gebäudewerte unzureichend berücksichtigt
  • Selbstbeteiligungen zu gering
  • Schwesterfirmen nicht ausreichend ins Versicherungskonzept integriert
  • Prämien deutlich zu hoch

Übersicht: Diesen Basisschutz benötigen Handwerker

Für Eilige: Zusammenfassung der wichtigsten Versicherungen für Handwerker.
Da die Risiken je Betrieb individuell sind, sollte jährlich eine individuelle Überprüfung der Risikolage und eine Anpassung des bestehenden Versicherungsschutzes erfolgen.
  1. Ohne Haftungsschutz geht es nicht
    Selbstständige müssen für alle Schäden haften, die durch ihren Betrieb und gegebenenfalls durch ihre Mitarbeiter entstanden sind. Da die Höhe solcher Schäden kaum kalkulierbar ist, ist der Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung unbedingt notwendig.
  2. Inhaltsschutz immer mit Betriebsunterbrechung absichern
    Bei einem Betriebsstillstand entsteht ein erheblicher Gewinnverlust , indem Fixkosten wie Miete und Löhne weiterbezahlt und Ausweichräumlichkeiten angemietet werden müssen. Kalkulieren Sie die entstehenden Kosten und überprüfen Sie, ob Ihr Vertrag diese tatsächlich abdeckt. Meist zahlen die Versicherer die Ausfallkosten für mindestens zwölf Monate.
  3. Firmenrechtsschutz wird wichtiger
    Rechtliche Streitigkeiten nehmen im Wirtschaftsleben zu. Sie bedeuten Zeitverlust und Ärger. Wer eine Firmenrechtsschutz besitzt, kann auf Kosten der Versicherung prüfen lassen, ob sich ein Streit lohnt. Sie übernimmt neben den Kosten für Gericht und Anwalt auch den oft hohen Aufwand für Gutachten.
  4. Cyberschutz diszipliniert
    Eine Cyberversicherung gibt es nur dann, wenn das Unternehmen Sicherheitsvorkehrungen trifft. So müssen ein Antivirenprogramm und eine Firewall im Einsatz sein. Auch eine regelmäßige Datensicherung wird verlangt. Die Auflagen helfen, einen Cyberschaden gar nicht erst entstehen zu lassen oder ihn schnell beheben zu können. Der Versicherer diszipliniert somit den Handwerker im Umgang mit der EDV. Service und Kostenersatz sind inklusive. Die Versicherung zahlt meist für sechs Monate.
  5. Autoinhaltsversicherung gegen Trend zum Diebstahl
    Autoeinbrüche häufen sich, sie gehen vielfach auf das Konto organisierter Banden. Der Schaden kann existenzbedrohend wirken, da Werkzeuge teuer und nicht immer schnell nachzukaufen sind. Die Autoinhaltsversicherung versichert Güter, die im Zusammenhang mit der Berufstätigkeit mitgeführt werden. Die Versiche-
    rung zahlt auch für den Inhalt, wenn der Wagen gestohlen wird, bei Unfall, höherer Gewalt, Brand oder Explosion. Zudem sind Raub und räuberische Erpressung sowie meist Unfälle bei der Be- und Entladung mitversichert.

Das Jahresgespräch ist Pflicht

Wer diese fünf Basisversicherungen hat, steht grundsätzlich gut da. Doch muss auch der nächste Schritt erfolgen – das Jahresgespräch mit einem Versicherungsvertreter, -makler oder -berater. „Das ist eine notwendige Kontrolle, die oft nicht stattfindet, wie wir in unseren Analysen feststellen“, sagt Adelheid Marscheider, die im oberfränkischen Hausen seit Jahren als Versicherungsmaklerin arbeitet und Vizepräsidentin des Bundesverbandes Deutscher Versicherungsmakler (BDVM) ist. Auch Jürgen Karpf, Berater bei River Consulting aus Mering, glaubt, dass in den „überwiegenden Fällen“ eine Überprüfung nicht erfolgt. Ähnliche Erfahrung hat die Gothaer Versicherung, Köln, gemacht: Insbesondere jüngere Unternehmer zögern mit der Risikoabsicherung und der Kontrolle, „passiert dann ein unvorhergesehenes Ereignis, kann das ganze Unternehmen aus der Bahn geworfen werden“, so Vorstand Christopher Lohmann.

Klagen auf allen seiten

Für Handwerker ist das Jahresgespräch meist wohl eher eine lästige Pflicht. „Die Materie ist kompliziert, das Gespräch macht wenig Spaß, und am Ende muss man meist auch noch etwas bezahlen. Sei es an den Berater oder an die Versicherung aufgrund des Abschlusses neuer Policen“, so die häufig genannte Klage der Handwerksunternehmer.

Aber auch die Versicherungsexperten haben etwas zu beklagen: „Schon bei der Terminvereinbarung heißt es vom Handwerk oft: „Bei uns hat sich gar nichts verändert“, so etwa Versicherungsberater Klaus Blumensaat von der Kanzlei Adversi aus Mülheim an der Ruhr. Und Makler Johannes Brück stellt fest: „Auf Versicherungen haben die Handwerker einfach gar keine Lust.“ Die gleiche Erfahrung hat Christian von Göler, Makler bei der Best-Gruppe aus Düsseldorf, gemacht: „Der Kunde meldet sich oftmals nicht, wenn er seine Arbeitsweise, Schwerpunkte oder Inhalte verlagert“, sagt er. Und Benjamin Papo beklagt: „Hacker und Werkzeugdiebe sind derzeit eine immer stärkere Bedrohung von Handwerksunternehmen. Wir kontaktieren unsere Kunden regelmäßig und erinnern sie daran, ihren Versicherungsschutz auf den Prüfstand zu stellen.“ Doch auch diese Maßnahmen führen nur selten zum Erfolg. „Gerade Handwerker sind viel unterwegs. Sie reagieren entsprechend häufig nicht und laufen damit in ein gefährliches Risiko“, warnt Papo.

Dass er recht hat, beweist unser Test. Der untersuchte Trockenbaubetrieb hatte tatsächlich nicht alle Risiken, die ihn existenziell bedrohen, ausreichend versichert: Und er hatte viel zu hohe Prämien gezahlt. „Ich werde künftig mein Jahresgespräch nicht mehr verpassen und auch nicht mehr zu hohe Prämien zahlen“, verspricht der Unternehmer.

Jahresgespräch – mit wem führen?

Bleibt die Frage, mit wem das Jahresgespräch stattfinden soll. Einfirmenvertreter, Makler oder Berater? Zwischen 50 und 60 Prozent der Handwerker und Kleinbetriebe vertrauen auf einen Einfirmenvertreter, so Schätzungen der Branche. Diese verkaufen ausschließlich die Policen des eigenen Unternehmens. Die Kosten sind in der Prämie enthalten. Gleiches gilt für Makler, die mehrere Versicherungsgesellschaften im Angebot haben. Anders die Berater: Sie werden vom Kunden direkt bezahlt – im Gegenzug dürfen sie erwarten, eine Empfehlung zu bekommen, die nicht durch die Höhe der Vergütung durch die Versicherung gesteuert ist.

Einfirmenvertreter in der Kritik

Die Kritik an Einfirmenvertretern ist vielfältig. Da sie ausschließlich hauseigene Produkte verkaufen, „findet ein objektiver Vergleich schlicht nicht statt“, sagt Blumensaat. Das könne zu hohen Prämienzahlungen führen, die nicht marktgerecht sind. Und noch eine Kritik trifft die Einfirmenvertreter: „Da sie über eine hohe Abschluss- und eine geringe laufende Betreuungsprovision gesteuert werden“, so Johannes Brück, „geht es in den Gesprächen oft ausschließlich um Neuverträge, das bringt einfach mehr Geld.“ Demgegenüber würden Altverträge gar nicht mehr geprüft.

Deutlich werde dies am stärksten bei den Betriebshaftpflichtverträgen. „Wenn man den lange nicht mehr angefasst hat, zahlt der Kunde mit ziemlicher Sicherheit viel zu hohe Prämien und hat dennoch gravierende Lücken im Versicherungsschutz“, warnt Peter Leibold aus Reinstetten, stellvertretender Vorsitzender der Interessengemeinschaft Deutscher Versicherungsmakler (IGVM). Und auch der BDVM geht hart mit dem typischen Firmenschutz der Versicherungsvertreter ins Gericht. „Oft ist nur die Verpackung bei Einfirmenpolicen gut“, findet Vorstand Christian Fuchs. Da gebe es dann eine generelle Versicherungssumme in der Haftpflicht von fünf Millionen Euro, während im Vertrag für einige Risiken erhebliche Unterbegrenzungen von beispielsweise nur 20.000 Euro gelten würden. Ein Mangel an Versicherungsschutz, der dem Handwerker nicht bewusst sei, aber für ihn sehr teuer werden könne.

Widerrede von Versicherungen

Diese Pauschalkritik will Signal-Iduna-Sprecher Edzard Bennmann so nicht stehen lassen: „Unserem Exklusivvertrieb wurde immer wieder in externen Ratings und Rankings eine hohe Betreuungsqualität bescheinigt.“ Sein Unternehmen habe gerade für das Handwerk exklusive Produkte und Lösungen und sehr viele Außendienstpartner, „die wir als Fachberater für das Handwerk zusätzlich intensiv geschult und qualifiziert haben.“

Ähnlich argumentiert der Münchener Verein, der ebenfalls intensiv mit dem Handwerk verbunden ist: Der Einfirmenvertreter arbeitet mit dem Vorteil, dass sein Produktgeber mit dem Handwerk eng verbunden ist, die Anforderungen des Handwerks in den Produkten eingearbeitet sind und so dem Kunden zugutekommen“, sagt Günther Schulz, Vertriebsdirektor der Ausschließlichkeitsorganisation der Münchener Verein Versicherungsgruppe. Der Versicherer hat die Zertifizierung zum „Spezialist für das Handwerk (BHT)“ eingeführt und lässt seine Vertreter unter anderem von Fachleuten des Handwerks schulen, „sodass eine optimale Beratung der Betriebe gewährleistet ist“, findet Schulz.

Einfach selbst vergleichen

Für welchen Partner für das Jahresgespräch sich ein Handwerker auch entscheidet – ein Vergleich kann Geld sparen. Besonders einfach geht das auf einem der vielen Online-Vergleichsportale, wie Finanzchef24 oder Gewerbeversicherung24. Über sie kann auch direkt ein Vertrag abgeschlossen werden. Seriöse Anbieter stellen bei ihren Vergleichen nicht die Versicherung nach vorne, von der sie am meisten Provision bekommen oder sie kennzeichnen dieses als Anzeige. Der Vergleich erfolgt bei ihnen vielmehr objektiv nach Leistung und Prämie – Provisionen spielen dabei keine Rolle. Zwar bieten auch Portale keinen vollständigen Marktüberblick, wie wir bereits in der Vergangenheit festgestellt haben. Doch sie geben einen Indikator für die Angemessenheit von Prämienforderungen durch Makler, Berater oder Einfirmenvertreter. Wer besonders engagiert ist, kann seine Stammdaten in mehrere Portale eingeben und die Ergebnisse vergleichen. Achtung: Die Versicherungen machen den Versicherten den Prämienvergleich nicht eben leicht. Kleine Änderungen und Details im Vertrag begründen mitunter hohe Unterschiede in den Prämien. Prüfen Sie kritisch, ob Sie die Kostentreiber tatsächlich benötigen.

Vergleichen wird zum Standard

Die zunehmende Konkurrenz durch die Portale und Onlinemakler schafft immerhin ein bisschen mehr Transparenz im Versicherungsmarkt – und sie wird genutzt. „Die Kunden von heute sind verwöhnt durch das Internet. Sie vergleichen ständig Preise sowie Leistungen und wollen sich mit einem einfach nur ‚guten Angebot‘ nicht mehr zufriedengeben“, sagt Benjamin Papo. Der Anteil der Unternehmer, die sich online informieren und direkt eine Police abschließen, nehme permanent zu. Auf seinem Vergleichsportal seien die Handwerker bereits die größte Kundengruppe.

Fazit und Empfehlung

Unser Praxistest zeigt, dass ein transparenter Marktvergleich immer sinnvoll ist. Bisher zahlte der von uns analysierte Handwerksbetrieb für seinen Risikoschutz aufgrund eines geringen Umsatzes im Startjahr 2016 rund 1.322 Euro an Versicherungsprämien. Diese bestehenden Policen konnten wir um 468,78 Euro Prämienzahlung pro Jahr reduzieren.

Nach Neuberechnung der Prämien im Jahr 2019 auf Basis des höheren Umsatzes und Erweiterung des Schutzes um eine Cyberpolice und eine Autoinhaltsversicherung bleibt dem Trockenbauunternehmer – bei Wahl der günstigsten Policen – immer noch eine Ersparnis von 63 Euro. Er zahlt nun 1.259 Euro im Jahr.

Gleicher Schutz für deutlich weniger Geld ist keine Seltenheit. Und auch ein Mehr an Schutz für weniger Geld ist möglich. Dafür lohnt es sich, aktiv zu werden und das Jahresgespräch mit dem Versicherungsmenschen zu nutzen. Alternativ oder ergänzend ist ein Onlinevergleich kostenlos möglich. Am 30. September endet die Kündigungsfrist für viele Altverträge ... nicht verpassen!

Vertreter, Makler und Berater – wer kann was?

Vergleich schafft Transparenz, also die Chance auf sinkende Kosten für Prämien. Das ist ein Argument für Plattformen, Makler und Berater. Einfirmenvertreter punkten mit Kundennähe und tiefer Sachkenntnis.

Einfirmenvertreter Rund 150.000 Versicherungsvertreter gab es im Juli 2019 laut dem offiziellen Register beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Diese sogenannten Einfirmenvertreter oder Mehrfachagenten verkaufen die Produkte einer oder einiger weniger Versicherungsgesellschaften. Sie erhalten bei Abschluss eines Vertrages und für die laufende Pflege des Kunden eine Provision von den Versicherungsgesellschaften.
Info: gdv.de
Makler Versicherungsmakler sind unabhängig und sollten aus dem gesamten Markt die besten Angebote auswählen. Auch die rund 46.500 Makler erhalten ihr Geld (Courtage) in der Regel vom Versicherungsunternehmen. Eine Honorarvereinbarung ist im gewerblichen Geschäft möglich – aber unüblich.
Info: vdvm.de; bmvf.de
Berater Nur Versicherungsberater, die für ihre Dienstleistung ein Honorar verlangen, werden allein vom Kunden bezahlt. Entscheidend für die Beratungsqualität ist natürlich die fachliche Qualifikation. Die Zahl der speziellen Berater ist mit 337 noch sehr überschaubar.
Info: bvvb.de

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