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Kfz - Tarifverträge Neue Tarifverträge: Kfz-Handwerker erhalten mehr Geld

Ab August haben viele Beschäftigte in Kfz-Werkstätten und Autohäusern mehr Geld auf ihrem Konto. Die IG Metall hat für das Kfz-Handwerk neue Tarifverträge abgeschlossen. Je nach Region steigen Löhne und Gehälter um 3,7 bis 4,9 Prozent.

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In vielen tarifgebundenen Unternehmen erhalten Kfz-Handwerker künftig mehr Geld. Wie die IG Metall mitteilt, wurde in den neu ausgehandelten Tarifverträgen bis zu vier Prozent mehr Lohn vereinbart, beispielsweise in Hamburg, Sachsen oder Baden-Württemberg. In anderen Regionen liegt das Plus bei 3,7 bis 3,8 Prozent. Kfz-Handwerker in Mecklenburg-Vorpommern können mit kräftigen Nachzahlungen rechnen: Deren Einkommen steigen rückwirkend ab Mai um 3,9 Prozent. Im Januar erhöhen sie sich um ein weiteres Prozent. Das heißt: Insgesamt liegt das Plus bei 4,9 Prozent.

Diese Vereinbarungen treffen jedoch nur auf 20 Prozent der Betriebe im Kfz-Handwerk zu. Für rund 80 Prozent der Betriebe gelten sie nicht, weil sie nicht den Tarifgemeinschaften angehören, die die Tarifverträge mit der IG Metall aushandeln. Nur 1567 von insgesamt 38 560 Kfz-Firmen sind tarifgebunden. Wer in diesen Gemeinschaften nicht mitmacht, muss auch keine Tarifverträge einhalten. Das heißt, er braucht keine tariflichen Löhne und Ausbildungsvergütungen zu zahlen. In nicht tarifgebundenen Betrieben kann die IG Metall jedoch einen Firmentarifvertrag erkämpfen, wenn viele der Beschäftigten der IG Metall beitreten.

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