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Digital-Marketing im Handwerk Marketing goes KI: 2019 klarer Trend zum Voice-Shopping

Was müssen Unternehmen heute bieten, um Kunden für sich zu gewinnen? Reicht eine Botschaft für alle Werbeformen und Kanäle? Klaus Schwab und Manfred Klaus, Geschäftsführer von Plan.Net in München, erklären die wichtigsten Trends und Entwicklungen in der Marketing-Kommunikation.

Themenseiten: TS Onlinemarketing, TS Kundenbindung und TS Direktmarketing

„Die Konsumenten erwarten optimale, auf sie zugeschnittene Angebote auf allen Kanälen“, so das Fazit der Plan.Net-Experten für die Kundengewinnung 2019. Um das zu erreichen gewinnen auch im Marketing leistungsfähige Algorithmen, Big Data und Chips immer stärker an Bedeutung. Schließlich überlagert der Megatrend zum Einsatz „Künstlicher Intelligenz“ (KI) nach Einschätzung von Klaus Schwab in der Marketing-Kommunikation schon jetzt alle Branchen und Anwendungen.

Kunden sehen Künstliche Intelligenz als Chance

Ist das wirklich im Sinne der Kunden? Die Ende 2018 durchgeführte Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt trotz aller an den Stammtischen diskutierten Vorbehalte eine klar positive Einschätzung des Themas KI in der deutschen Bevölkerung: 62 Prozent der Befragten sehen darin eine Chance, 35 Prozent verbinden mit dem Einsatz von KI eher eine Gefahr. Unabhängig von der persönlichen Einschätzung glauben immerhin zwei Drittel, dass KI spätestens in zehn Jahren die Gesellschaft verändert hat. Auslöser für die überwiegend positive Einschätzung ist nach Einschätzung der Bitkom-Forscher die steigende Nutzung von KI-Anwendungen im Alltag.

Die drei wichtigsten Digital-Marketing-Trends 2019

Es rührt sich also was in den Köpfen der Kunden. Wer künftig in der Marketingkommunikation als Anbieter überhaupt noch wahrgenommen werden möchte, muss die Erwartungen der  Kunden bedienen, will er nicht komplett aus deren Radar verschwinden. Für 2019 haben die Plan.Net-Digitalmarketingexperten die folgenden Trends ausgemacht:

Trend 1: Den Kunden reden lassen

Dank Alexa, Siri & Co. wächst das sprachgesteuerte Einkaufen, Suchen und Informieren rasant. Experten rechnen damit, dass bereits 2020 nahezu ein Drittel der Internetsessions ohne Bildschirm stattfindet. Getrieben wird das Shoppen per Voice dabei vor allem durch Smartphone-Nutzer.

Trend 2: Relevanz durch individuelle Ansprache

Die Kunden erwarten maximale Individualität bei den Angeboten, „one size fits all“ hat ausgedient. Das gleiche Prinzip gilt auch im Marketing. Unternehmen sollten sich überlegen, über welche Kanäle sie welche Zielgruppen erreichen, und diese individuell ansprechen. Nicht als relevant empfundene Werbung wird ignoriert und bleibt ohne Wirkung.

Trend 3: Noch mehr Infos zu den Kunden

Das Sammeln und Auswerten von Daten wurde zwar durch die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) aufwendiger und teurer, ist aber eine Grundvoraussetzung für personalisierte Angebote. Da 97 Prozent der Nutzer im Durchschnitt ihre Zustimmung zur Weiternutzung erteilt haben, hat die DSGVO bisher weniger Einfluss auf die Marketingkommunikation als im Vorfeld gedacht. Größeres Ungemach droht den Anbietern wohl durch die ePrivacy-Verordnung der EU. Diese sollte ursprünglich gemeinsam mit der DSGVO in Kraft treten, wird nun aber erst Ende 2019 oder sogar erst 2020 greifen.

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