Einkommensteuern -

Lohnsteuer: Kostenlose Auskunft

Ob beim Dienstwagen oder bei anderem geldwerten Vorteilen für Mitarbeiter – der Betrieb muss aufpassen, dass er die Lohnsteuer korrekt berechnet und abführt. Wenn nicht, haftet der Unternehmer. Um das zu verhindern, hilft in Zweifelsfragen die Anrufungsauskunft beim Finanzamt.

Geregelt ist die Lohnsteuerauskunft in Paragraf 42e Einkommensteuergesetz. Danach hat das Betriebsstättenfinanzamt, also die Steuerbehörde, die für die Firma zuständig ist, Fragen zu beantworten, ob und wann Lohnsteuer anfällt. Auch Mitarbeiter können sich dorthin wenden.

Die Auskunft selbst und einen möglichen späteren Widerruf kann der Betrieb mit Einspruch und Klage anfechten, so der Bundesfinanzhof (Az.: VI R 54/07), der damit seine Rechtsprechung zugunsten der Arbeitgeber geändert hat.
Bisher konnten Betriebe gegen die Auskunft oder den Widerruf nicht direkt vorgehen. Grund: Sie galt nur als Wissenserklärung, nicht als Verwaltungsakt des Finanzamts. Nur gegen Verwaltungsakte jedoch, wie etwa Steuerbescheide, sind Einspruch und Klage zulässig.
Mit diesem BFH-Urteil ist dies nun grundlegend anders. Denn „effektiver Rechtsschutz“, so das Gericht, „gebietet ..., dass der Arbeitgeber frühestmöglich und definitiv Klarheit über die Anwendung lohnsteuerrechtlicher Normen erhält“.

Tipp: In Zweifelsfragen kostenlose Auskunft nutzen, um Ärger bei der Lohnsteuerprüfung zu vermeiden.  

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