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Krankheitskosten: Frühzeitig Gutachten einholen

Der Fiskus unterstützt Steuerzahler, die wegen einer Krankheit hohe Aufwendungen haben. Um Steuervorteile zu erhalten, müssen sich Betroffene oft vor Beginn einer Behandlung ein Attest geben lassen. Wann das der Fall ist.

Medikamente, Hilfsmittel oder Therapien: Kommen Steuerzahler dafür selbst auf, können sie ihre Kosten als so genannte außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen. Das gilt, soweit sie mehr als andere von solchen Kosten betroffen sind. Das Finanzamt akzeptiert die Aufwendungen, wenn sie bestimmte Grenzen überschreiten – abhängig vom Einkommen und der jeweiligen Lebenssituation der Betroffenen. Überdies müssen ein Arzt oder ein Heilpraktiker bescheinigen, dass die Aufwendungen für Arznei-, Heil- und Hilfsmittel notwendig und zwangsläufig sind.

Besonderheiten beachten

Darüber hinaus bestimmt die Einkommensteuer-Durchführungsverordnung so genannte Katalogfälle. Wer beispielsweise eine Bade- oder eine Heilkur antreten will, braucht ein amtsärtzliches Gutachten oder eine Bescheinigung des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung. Andernfalls kann der Steuerzahler die Kosten nicht als außergewöhnliche Belastung ansetzen. Wichtig: Der Bundesfinanzhof (Az.: VI R 85/13) hat klargestellt, dass ein solches Attest in diesen Fällen unbedingt vor Beginn der Therapie bzw. vor dem Kauf etwa eines Hilfsmittels vorliegen muss.

Arbeitshilfe zu den Katalogfällen

Damit Sie genau wissen, wann Sie frühzeitig tätig werden müssen, stellen wir Ihnen für die Katalogfälle eine Übersicht als Arbeitshilfe bereit.

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