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Konjunkturprognose 2014/2015: Aufschwung setzt sich fort

In diesem Jahr wird das reale Bruttoinlandsprodukt um 2,0 Prozent und im kommenden Jahr um 2,2 Prozent zulegen, erwartet das Münchner ifo-Institut. Getragen wird der Aufschwung wie schon im vergangenen Jahr von der Binnenkonjunktur.

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Die Investitionen in Ausrüstungen stiegen im ersten Quartal 2014 um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Noch dynamischer legten die Bauinvestitionen mit 3,6 Prozent zu, wozu allerdings auch das außergewöhnliche milde und trockene Winterwetter beigetragen hat. Der private Konsum expandierte real um 0,7 Prozent, befördert von der Zunahme der Beschäftigung und auch von einem leichten Rückgang der Sparquote.

Auch 2015 wird sich der Aufschwung laut ifo-Prognose fortsetzen. Wenn sich die derzeitigen weltpolitischen Risiken nicht verstärken, bleiben die Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft weiter günstig. Das Zinsniveau bleibt historisch niedrig und der Bauboom ist ungebrochen. Auch die Finanzierungsbedingungen der Unternehmen sind vorteilhaft. Die Investitionen in neue Ausrüstungen werden expandieren, die hohe Auslastung der Produktionskapazitäten macht Ersatzbeschaffungen und Erweiterungsinvestitionen erforderlich. Der private Konsum dürfte im Tempo der steigenden Realeinkommen zunehmen

Die Verbraucherpreise werden laut ifo im laufenden Jahr um 1,1 Prozent steigen. Im kommenden Jahr wird sich die Inflationsrate auf 1,7 Prozent steigern. Hierbei spiegelt sich vor allem die Entwicklung der Arbeitskosten wider, die infolge der zunehmenden Auslastung der Produktionskapazitäten und der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns deutlich steigen dürften.

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