Wirtschaft -

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Stimmung noch positiv

Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen hält im Mai auf hohem Niveau an. Das belegt der zentrale Indikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers. Im April hat der Aufwärtstrend seinen bisherigen Höhepunkt erreicht. Über den Zeitraum März bis Mai hat sich die wirtschaftliche Stimmung der Mittelständler um 9,7 Zähler gegenüber dem Durchschnitt der drei Monate davor verbessert.

Nur einmal in der Geschichte dieser bis 1991 zurückreichenden Zeitreihe, nämlich zu Beginn des letzten kräftigen Aufschwungs im Frühjahr 2006, hatte sich das mittelständische Geschäftsklima im Dreimonatsvergleich stärker aufgehellt.

Geschäftserwartungen verhalten

Auch die Tatsache, dass sich das Geschäftsklima trotz der von der Staatsschuldenkrise in Griechenland ausgelösten neuerlichen Turbulenzen an den Finanzmärkten praktisch auf dem Vormonatsniveau halten kann, zeugt von einer insgesamt soliden konjunkturellen Verfassung im Mittelstand. Hinzu kommt, dass das Geschäftsklima im konjunkturell wichtigen Verarbeitenden Gewerbe weiter ansteigt.

Im Bauhauptgewerbe hat sich die Stimmung allerdings deutlich verschlechtert. Die Forscher interpretieren die Daten so: "Möglicherweise kommt hier bereits die Furcht zum Ausdruck, dass mit absehbarer Konsolidierung des Staatshaushalts künftig die öffentlichen Bauprojekte wieder zurückgefahren werden."

Allgemein bewerten die mittelständischen Betriebe die aktuelle Geschäftslage nur etwas schlechter als im Vormonat, erwarten für die kommenden sechs Monate aber auch keine positive Entwicklung. Bei den Großunternehmen ist die Stimmung etwas besser.

Die Absatzpreiserwartungen der sind bei mittelständischen wie auch Großunternehmen sind im Mai geradezu sprunghaft angestiegen und notieren damit erstmals seit September 2008 wieder deutlich oberhalb der Nulllinie.

Ebenfalls deutlich angestiegen sind die Beschäftigungserwartungen. Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW geht von einem hohen Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2010 aus. Danach werde die Dynamik angesichts erneuter konjunktureller Störfaktoren wie der Staatsschuldenkrise allerdings spürbar abflachen.



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