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Justiz: Die 25 wichtigsten Urteile für Handwerker

Die Ökonomisierung des Rechts ist längst Realität, schaut man sich allein die Liste prominenter Manager an, die gegen Zahlung extrem hoher Geldauflagen eine strafrechtliche Verurteilung abwenden konnten. Und die Deutsche Bank hat gleich 2,2 Mrd. Euro an bilanziellen Rückstellungen gebildet, um ihre weltweiten Rechtsrisiken pekuniär ausgleichen zu können, falls es zu Verurteilungen kommt. Weitere Kapitalpuffer für Rechtsrisiken sind angekündigt.

Experten geben wertvolle Rechtstipps

Leser des handwerk magazins müssen finanziell nicht besser gestellt sein, um über die neuesten Trends in der Rechtsentwicklung umfassend und profund informiert zu werden – und das ganz ohne jahrelange gerichtliche Auseinandersetzungen. Die Redaktion hat fünf der renommierten Wirtschaftskanzleien in Deutschland beauftragt, die 25 wichtigsten Urteile für Handwerker aus den letzten Jahren zu kommentieren – und zwar aus den Rechtsgebieten Arbeitsrecht, Baurecht, IT-Recht, Werkvertragsrecht und Vergaberecht. Die Judikate schaffen Klarheit in der täglichen Arbeit, sparen wertvolle Zeit und schonen das Portemonnaie des Handwerkers. Im Optimalfall füllen sie es sogar ordentlich auf. Oder verhindern, dass Kunden oder Lieferanten über ihre Anwälte unberechtigt auf die hart erarbeiteten finanziellen Reserven zugreifen.

20 000
Richter fällen in Deutschland berufsmäßig Urteile.
1,5 Millionen
Urteile sind es ­jährlich allein in ­Zivilsachen.
Quelle: Statistisches ­Bundesamt

ARBEITSRECHT

Altersvorsorge

Entgeltumwandlung. Nach dem Gesetz kann der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber verlangen, dass von seinen künftigen Lohnansprüchen bis zu vier Prozent in der allgemeinen Rentenversicherung durch Entgeltumwandlung für seine betriebliche Altersversorgung verwendet werden. Weil ein Arbeitnehmer von seinem Chef hierüber nicht aufgeklärt worden war, klagte er auf Schadenersatz in Höhe von 15 000 Euro. Das Bundesarbeitsgericht wies die Klage ab. Aus der Fürsorgepflicht ergebe sich keine Aufklärungspflicht des Arbeitgebers (Az.: 3 AZR 807/11). Anwalt Gregor Dornbusch, Partner bei Baker & McKenzie, sieht bereits keinen Schaden beim Arbeitnehmer: „Denn eine Entgeltumwandlung wandelt einen künftigen Vergütungsanspruch in eine Versorgungsanwartschaft um, die zum Lohnanspruch wertgleich ist und somit keinen Schaden darstellt.“

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