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Erfolgsfaktor Motivation Interview mit Joey Kelly: "Wer Ziele hat, ist motiviert"

Joey Kelly kennen die meisten wohl als Mitglied der Kelly Family, dabei ist der Kölnern auch Unternehmer und Ausdauersportler. Im Interview erzählt er, wie er sich selbst und seine Mitarbeiter motiviert.

Herr Kelly, wie wichtig ist Motivation für das Erreichen von Zielen?

Ich glaube, das Ziel ist wichtiger als die Motivation. Wenn man sich für ein Ziel entschieden hat, ergibt sich die Motivation aus dem Wunsch, das Ziel zu erreichen. Also verfolgt man es diszipliniert und ausdauernd.

Wie motiviert man als Chef einen antriebslosen Mitarbeiter?

Nach obigen Muster. Ich würde das Ziel mit dem Mitarbeiter zusammen definieren und mit ihm einen Termin für die Zielerreichung festlegen. Und ich würde klar machen, dass die Einhaltung des Termins oberste Priorität hat – auch wenn der Mitarbeiter dafür nachts oder am Wochenende arbeiten muss. Ich würde sagen: „Ich verlass mich auf Dich, dass Du dein Handwerk beherrschst und den zugestimmten Termin einhalten kannst.

Was passiert, wenn das Ziel nicht erreicht wird und die Motivation im Keller ist?

Haben wir die Situation falsch eingeschätzt, definieren wir Zwischenziele – das stützt die Motivation. Die Situation kann auch andersherum sein – höhere Ziele erscheinen plötzlich erreichbar. Das bringt natürlich einen Motivationsschub. Ich bin überzeugt, ein Mensch muss das Ziel selbst erreichen wollen. Hat jemand keine Lust, suche ich mir jemand Neuen. Für Faule habe ich keine Zeit.

Wie motivieren Sie sich selbst für eine große Herausforderung, wie den Wüstenlauf im Death Valley?

Wenn ich einen Wüstenlauf, wie den im Death Valley mit 250 Kilometern laufen will, dann ist gute Vorbereitung wichtig. Ich fange ich schon ein Dreivierteljahr vorher damit an. In dieser Vorbereitungszeit setzte ich mir feste Zwischenziele, zum Beispiel einen Marathon, dann einen 100 Kilometer Lauf als weitere Etappe und dann das Endziel. Es ist wichtig am Ball zu bleiben, egal wie die Verfassung ist. Wenn man sich an seinen Plan hält und es keine größeren Rückschläge durch Krankheiten oder Verletzungen gibt, dann muss man sich durchbeißen, den Lauf durchziehen und ins Ziel kommen – auch wenn man am Wettkampftag nicht in gut drauf ist.

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