Finanzierung -

Interview: „Investoren wollen es ganz genau wissen“

Die Deutsche Mikroinvest, Portal für Crowdinvesting, gehört zu den Anbietern, die auch das Handwerk ansprechen. ­Geschäftsführer Knut Haake erklärt, was Betriebe tun müssen, um Geldgeber zu finden. Über Crowdfinanzierung können auch Kunden an neuen Projekten beteiligt werden.

Themenseite: Crowdfunding

handwerk magazin: Viele denken, Schwarmfinanzierung lohnt sich nur für große Betriebe?

Knut Haake: Grundsätzlich ist diese Finanzierungsform auch für den Mittelstand geeignet. Wobei: Wenn wir im engeren Sinne von Crowdinvesting sprechen, dann darf die benötigte Summe nicht zu klein sein, denn es gibt ja bestimmte Grundkosten.

Von welchen Beträgen reden wir?

Ab etwa 20 000 Euro kann Crowdinvesting eine gute Alternative sein.

Wie sollten Handwerksbetriebe denn vorgehen, die sich für diese Finanzierungsform interessieren und so Projekte realisieren wollen?

Ganz wichtig ist, das Vorhaben transparent dar­zustellen. Potenzielle Investoren wollen genau wissen, worum es geht – und wie sich mit dem Projekt Geld verdienen lässt.

Wie läuft der Prozess dann ab?

Im ersten Schritt haben Interessenten die Möglichkeit, über unsere Homepage einen Einseiter auszufüllen. Dort erfragen wir Hintergründe zum Unternehmen, zum Finanzierungsstand und zum Vorhaben. Dann prüfen wir das Projekt. Besteht Interesse, findet ein telefonisches Erstgespräch statt. Dann hat der Kunde zwei Möglichkeiten, er kann unsere Plattform nutzen oder die Investorenansprache selbst organisieren. Im ersten Fall profitiert er von unserem Investorenpool und unseren Kommunikationskanälen.

Welche Laufzeit hat Crowdinvesting?

Das hängt natürlich auch vom Projekt ab. In der Regel sind es mindestens fünf Jahre. Nach diesem Zeitraum können Geldgeber das Investment kündigen. Betriebe können also sicher planen.

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