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Insolvenzen: Firmenpleiten gehen weiter zurück

Im ersten Halbjahr 2014 haben in Deutschland 12.100 Unternehmen Insolvenz angemeldet. Das zeigt einen insgesamt rückläufigen Trend. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform erwartet, dass sich diese Entwicklung für das Gesamtjahr fortsetzt.

Dank des guten Konjunkturklimas gehen die Firmenpleiten in Deutschland spürbar zurück. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen sank im ersten Halbjahr um 9,1 Prozent auf 12.100 und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 1999, wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform aktuell am Donnerstag mitteilte. „Infolge der Insolvenzen sind 96.000 Arbeitsplätze gefährdet oder abgebaut worden", so Creditreform.

Acht von zehn Pleiten betrafen kleine Firmen mit höchstens fünf Mitarbeitern. Rückläufig waren die Insolvenzen vor allem im verarbeitenden Gewerbe: Hier gab es ein Minus von knapp 18 Prozent. Auch im Handel und bei den Dienstleistern sank die Zahl spürbar, während sie im Bausektor nur stagnierte.

Für das Gesamtjahr 2014 rechnet Creditreform mit 24.000 bis 25.000 Firmenpleiten. Dies wäre ein Rückgang zwischen vier bis acht Prozent.

Die Wirtschaftsauskunftei Bürgel erwartet für das Gesamtjahr dagegen einen Rückgang um gut sieben Prozent. Bürgel warnte jedoch vor zuviel Optimismus. Denn in fünf Bundesländern dürften die Firmenpleiten gegen den Trend steigen - vor allem in Thüringen um rund 17 Prozent.

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