Steuern + Recht -

Lohngleichheitsgesetz Information ist Pflicht für Unternehmen

Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig hat den Entwurf zum Lohngleichheitsgesetz durch das Kabinett gebracht. Was sich ändern soll.

Themenseite: Arbeitsrecht

Vorab zum Hintergrund:

Das Statistische Bundesamt hatte ermittelt, dass Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen rund 7 Prozent weniger verdienen. Dabei sind Unterschiede, die allein darauf beruhen, dass Arbeitnehmerinnen öfter in Teilzeit arbeiten oder familienbedingte Pausen im Job einlegen, bereits bereinigt. Die Bundesregierung will Abhilfe schaffen.

Das Gesetz betrifft aber nur Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern. Hier sollen alle Mitarbeiter künftig die Möglichkeit haben, sich über das Gehaltsniveau ihrer Kollegen in vergleichbaren Positionen zu informieren. Es geht nicht darum zu erfahren, was der Einzelne verdient. Der Arbeitgeber soll für eine Gruppe von mindestens sechs Mitarbeitern in analoger Position den Mittelwert sowie zwei weitere Extras wie etwa Tantiemen oder Firmenwagen nennen.

Fazit:

Selbst wenn viele Handwerksunternehmen nicht betroffen sind, sollten Firmenchefs sensibilisiert sein, die Gehaltsstruktur im Betrieb fair zu halten. Denn zum einen ist das Einkommen immer noch ein wichtiger Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte. Zum anderen aber zeigt die heftige Diskussion rund um den Gesetzentwurf die Brisanz des Themas.

© handwerk-magazin.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten
Kommentare
Bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können.
Login

* Pflichtfelder bitte ausfüllen