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Meistertreff 2014: Perfekte Online-Strategie für Handwerker

Wer nicht wirklich mit anderen Nutzern aus dem Internet sprechen möchte, hat auf Facebook oder Twitter nichts verloren. Das war ein Fazit des diesjährigen Meistertreffs von handwerk magazin auf der IHM in München.

Vier online-versierte Referenten erklärten beim diesjährigen Meister-Treff von handwerk magazin am 14. Februar praxisnah, wie Handwerksbetriebe im Netz gefunden werden, wie Firmen-Webseiten attraktiv werden, wie man Newsletter und andere Marketing-Werkzeuge realisiert – und wie man erfolgreiches Social-Media-Marketing realisiert.

Eine Einführung in das Thema Online-Marketing bot der erste Vortrag: Marion Henig, Online-CvD und Redakteurin bei handwerk magazin, gab einen umfassenden Überblick der Möglichkeiten und Werkzeuge des Internets. Steve Sipos, Geschäftsführer der Agentur Asset Media, stellte anschließend die wichtigsten Erfolgsfaktoren für Webseiten vor. Seine Agentur bewertet seit über zehn Jahren Internet­auftritte von Handwerksbetrieben auf Inhalt, Nutzbarkeit, Programmierung sowie Layout und Suchmaschinentauglichkeit.

Meistertreff 2014: Online-Marketing

Der Unternehmensberater und Holzmann-Buchautor Hubert Baumann („Marketing 2.0 für Handwerk und KMU“) vertiefte als dritter Referent die Möglichkeiten der wichtigsten Online-Marketing-Instrumente und gab wichtige Hinweise, wie man sie richtig und falsch einsetzt. Zum Schluss rockte die Bauunternehmerin Heike Eberle aus dem pfälzischen Landau die Zuhörer: Mit Engagement und Begeisterung schilderte sie ihre mittlerweile mehr als fünfjährige Erfahrung mit Facebook, Twitter, Xing und Co. Und vor allem berichtete sie, wie sie mit diesen Plattformen die Kalt-Akquise praktisch ersetzen konnte.

Die sieben Kernbotschaften beim Meistertreff 2014

Anschließend fasste Chefredakteur Olaf Deininger, der den Nachmittag moderiert hatte, die Ergebnisse und Erfahrungen der Referenten in sieben Punkten zusammen:
  1. Marketing ist digital geworden. Online bietet nicht mehr nur Nischen-Marketing, sondern adressiert mittlerweile die Mehrheit der Verbraucher.
  2. Internet ist das Betriebssystem unserer Gesellschaft. Im Netz werden mittlerweile alle Bedürfnisse und Themen der Menschen abgebildet.
  3. Google ist das zentrale Auskunftssystem unserer Wirtschaft. Wenn sich Firmen oder Verbraucher informieren, Produkte kaufen, Preise vergleichen oder Angebotsanfragen vorbereiten möchten, benutzen sie dazu die Suchmaschine Google, die mit einem Marktanteil von 90 Prozent alle anderen Suchmaschinen hinter sich gelassen hat.
  4. Märkte werden semantisch. Die Suche in Google erfolgt über Begriffe. Wer Keywords besetzt, der wird gefunden. Ein Beispiel: Begriffe oder Keywords sind die neuen Regalflächen.
  5. Digitale Wirtschaft benötigt neue Fähigkeiten. Da Marketing künftig immer stärker im technischen Kontext des Internet stattfindet, müssen Unternehmer neue Fähigkeiten entwickeln.
  6. Inhalte müssen authentisch sein. Da das Internet mittlerweile ein Teil der Realität geworden ist, erwarten Nutzer und Kunden auch echte Inhalte, die echte Menschen und deren echtes Leben zeigen. Nicht gespieltes, nichts Falsches und kein Theater.
  7. Erfolgsfaktor von Social Media ist die Bereitschaft zum echten Dialog. Wer auf Facebook, Twitter und allen anderen interaktiven Angeboten des Internets keinen echten Dialog führen möchte, wird auf diesen Plattformen scheitern.
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Marvin_Pollock

Sollten sich einige zu Herzen nehmen

Die meisten Handwerksaccounts, die ich so finde sind meistens nur Replikatoren. Ein Medium postet eine Nachricht, 10-20 Account Retweeten den Post. So funktioniert Social Media nicht wirklich.