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ifo: Kaum Neueinstellungen, aber verbesserte Exportaussichten

Während die deutschen Unternehmen nur noch vereinzelt mehr Personal einstellen wollen, hofft die deutsche Industrie auf ein verstärktes Auslandsgeschäft. Das geht aus den neuesten Daten des ifo Instituts hervor.

Themenseite: Konjunktur

Die deutschen Unternehmen wollen nur noch vereinzelt mehr Personal einstellen. Das ifo Beschäftigungsbarometer ist im November auf 105,4 Indexpunkte gefallen, nach 106,9 im Oktober. Im Moment besteht nur eine geringe positive Beschäftigungsdynamik.

Niveau der Einstellungen praktisch unverändert

Im Verarbeitenden Gewerbe blieb das Beschäftigungsbarometer konstant auf niedrigem Niveau. Wie im Vormonat deutet im Moment nichts auf einen weiteren Beschäftigungsaufbau hin. Im Handel gleichen sich bei den befragten Firmen Aufbau und Abbau des Personalbestandes gegenwärtig aus. Im Bauhauptgewerbe werden weiterhin neue Mitarbeiter eingestellt, wenn auch etwas weniger als im Vormonat. Obwohl die Einstellungsbereitschaft im Dienstleistungssektor auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2013 sank, bleibt sie aber weiterhin positiv.

Die deutsche Industrie hofft auf ein verstärktes Auslandsgeschäft

Die ifo Export-Erwartungen sind im November auf 6,3 Saldenpunkte gestiegen, nach 4,7 im Oktober. Der sinkende Eurokurs scheint die Exporte in einigen Branchen und Ländern zu stützen. Der Anstieg, der nun schon im zweiten Monat verzeichnet wird, ist vor allem den verbesserten Exportaussichten in einigen Schlüsselbranchen der Industrie zuzuschreiben. Dies gilt für den Maschinenbau, die Elektrontechnik und die Metallerzeugung und - bearbeitung.

Insbesondere in der Metallbranche stieg der Saldo auf den höchsten Stand seit April 2011. Die Wechselkursentwicklung kommt jedoch noch nicht allen Branchen gleichermaßen zu Gute. Im Fahrzeugbau sind die Unternehmer skeptisch mit Blick auf ihr Auslandsgeschäft. Die Erwartungen drehten ins Negative. Auch in vielen kleineren Branchen gaben die Erwartungen etwas nach.

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