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Erbschaftssteuer Hohe Steuern für die Nichte akzeptabel

Vermögen soll in der Familie bleiben. Der Fiskus aber kassiert hohe Steuern ab, wenn an Angehörige zweiten Grades verschenkt oder vererbt wird – zu Recht, meint das Finanzgericht Münster.

Themenseite: Erbschaftsteuer

Eltern, Geschwister, Nichten oder Neffen zahlen deutlich mehr Erbschaftsteuer als etwa Kinder oder der Ehepartner. Die Kläger vor dem Finanzgericht Münster (Az. 3 K 1476/16) empfanden dies als einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz. Die Richter stimmten nicht zu, die unterschiedlichen Freibeträge und Steuersätze seien nicht verfassungswidrig.

Hinweis: Unternehmer, die etwa ihre Nichten oder Neffen begünstigen wollen, können vorab über eine Adoption nachdenken. Damit profitiert der Nachwuchs bei der Erbschaftsteuer von den günstigen Regeln für Angehörige ersten Grades.

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